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13.12.2016

Zu Besuch in den Wirtschaftsschulen
WirtschaftsschulenST1a
Steinfurt. Das gängige Klischee nicht nur vieler junger Menschen gegenüber Politikern - „die reden nur geschwollen `rum und keiner versteht sie“ -  widerlegte jetzt auf äußerst informative und unterhaltsame Weise die SPD- Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt- Brauer, die der Einladung der Jahrgangsstufe 13 des Beruflichen Gymnasiums an den Wirtschaftsschulen des Kreises Steinfurt gefolgt war und für eine anregende und lebhafte  Diskussionsrunde zur Verfügung stand.

Nach der Begrüßung durch Abteilungsleiterin Ulrike Klemens-Davos übernahmen die angehenden Abiturienten Fabian Merker, Jonas Klein und Oliver Köninck die fachkundige Moderation der Veranstaltung. Zunächst schilderte Ingrid Arndt-Brauer aus dem Wahlkreis Steinfurt I/ Borken I kurz ihren beruflichen Werdegang, bevor sie exemplarisch ihren typischen (All-)Tag als Bundestagsabgeordnete mit den umfangreichen Aufgaben als Vorsitzende des Finanzausschusses und als Mitglied in unterschiedlichen Gremien vorstellte.

Die ein breites Themenspektrum abdeckenden Fragen der Schüler betrafen sowohl aktuelle nationale als auch internationale Problem- und Konfliktfelder. Besonders unter den Nägeln brannte den angehenden Abiturienten die auch in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierte Frage der deutschen Flüchtlingspolitik. Neben der moralischen Pflicht Deutschlands zur Aufnahme von Flüchtlingen, so Ingrid Arndt- Brauer, gehe es vor allem darum, die Spaltung im Land aufzuhalten, indem man vor Ort den Leuten klarmache, dass ihnen durch die Flüchtlinge nichts weggenommen werde. Dass die AfD, die diesbezüglich mit der Angst vieler Bürger jongliert, unbedingt mit an den Verhandlungstisch muss, um deren Argumente zu entkräften, stellte sie dabei als unabdingbar heraus. Wichtiger, als die Rolle Trumps für Deutschland zu diskutieren, sei darum auch die Frage, wie es mit Europa weitergehe.

Neben den Fragen der `großen´ Politik interessierten sich die Schüler natürlich auch für jugendspezifische Themen. Die Diskussion zum Höhepunkt brachte dabei die Frage nach der Legalisierung von Cannabis. Während viele Schüler Argumente für die Legalisierung von Cannabis in die Diskussionsrunde brachten, bezog Ingrid Arndt-Brauer auch hier klar Position und sprach sich gegen die Legalisierung aus, `auch wenn mich das Wählerstimmen kosten wird´. So verwies sie auf die nach wie vor stattfindenden Auswüchse bei Alkohol, einer Droge, die gesellschaftlich akzeptiert sei und deren Konsum erst vernünftig gehandhabt werden sollte, bevor man eine andere Droge wie Cannabis zuließe. In diesem Zusammenhang verwies sie auch auf die Gefahren des Cannabis-Konsums.

Bevor die äußerst fruchtbare Diskussion sich ihrem Ende neigte und die angehenden Abiturienten mit neuen Denkanstößen und Impulsen im Gepäck ihre geplante Studienfahrt nach Berlin antreten, bei der auch ein Besuch des Bundestages vorgesehen ist, appellierte Ingrid Arndt-Brauer noch einmal an die Schüler, sich politisch zu engagieren. Das kann man auf vielfältige Weise, einige Schüler aus dem vollbesetzten Pädagogischen Zentrum der Wirtschaftsschulen vielleicht sogar als zukünftige Abgeordnete. Die notwendigen Voraussetzungen - 18 Jahre und deutsche Staatsangehörigkeit - erfüllten sicher viele der Anwesenden.