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15.08.2016

Willkommen in Steinfurt

SteinfurtSommertour2016a
Steinfurt. Die alljährliche Sommertour der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer hat schon Tradition. In diesem Jahr steht das Thema Flüchtlinge und Integration auf der Agenda der Sozialdemokratin. Dazu besucht Arndt-Brauer die unterschiedlichsten Initiativen und Einrichtungen in ihrem Wahlkreis. Gemeinsam mit einer Steinfurter SPD-Delegation und der designierten Landtagskandidatin Ulrike Reifig (4. v. re.), legte die Politikerin jetzt einen Halt bei `Lernen fördern´ in Burgsteinfurt ein.

Bereits seit 1984 ist `Lernen fördern´ im Bereich der beruflichen Förderung lernbehinderter Jugendlicher auf dem Weg von der Schule in den Beruf tätig und bildet inzwischen an seinem Standort in Steinfurt am Grünen Weg auch junge Menschen in den Bereichen Hauswirtschaft, Metallbau, Gartenbau und Malerei/Lackiererei in eigenen Werkstätten aus. Eine gute Voraussetzung, um sich auch in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren. Ein Förderangebot ist dabei `PerjuF - Perspektiven für junge Flüchtlinge´, das von der Bundesagentur für Arbeit ins Leben gerufen wurde. Dieses Projekt unterstützt die jungen Flüchtlinge durch die Kombination von Sprachförderung und werkpraktischer Qualifizierung, wie Ludger Lünenborg (2. v. li.) , stellv. Geschäftsführer bei `Lernen fördern´ den Gästen erläuterte. Zu Beginn steht die Feststellung der sprachlichen, beruflichen und sozialen Kompetenzen der zwischen 18- bis 27-Jähringen. Die Sprachförderung der jungen Flüchtlinge findet handlungsorientiert insbesondere auch während der Arbeit in den Werkstätten statt. Die ebenfalls im Projekt stattfindenden betrieblichen Praktika haben das Ziel, in Ausbildung und Arbeit zu münden.

Des Weiteren gibt es bei `Lernen fördern´ Beratungsangebote in Hinsicht auf die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. `Da arbeiten wir eng mit den Kammern zusammen´, so Beate Ringele (vord. R. 2. v. li.), Leiterin von `Lernen fördern´ in Burgsteinfurt. Hierbei werde ermittelt, mit welchen deutschen Abschlüssen diese vergleichbar seien, so Ringele weiter. Eine weitere Beratungsmöglichkeit bietet `Lernen fördern´ in Greven an. Hier könnten die Flüchtlinge mit allen Fragen kommen und erhalten Hilfestellung. Die bei `Lernen fördern´ angesiedelte Integrationsagentur koordiniere zudem die Aktivitäten von Migrationsorganisationen. Um den vielfältigen kulturellen Hintergründen der geflüchteten Menschen angemessen begegnen zu können, schule man außerdem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in interkultureller Sozialarbeit.

Arndt-Brauer hatte für die Gastgeber auch Infos im Gepäck: das neue Integrationsgesetz. Ziel dieses Gesetzes sei es, klare und verbindliche Regeln für die Integration zu schaffen. Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, soll eine Chance gegeben werden, schnell auf eigenen Beinen zu stehen, verdeutlichte die Sozialdemokratin. `Mit dem Gesetz wird auch der Arbeitsmarkt für Asylsuchende und Geduldete deutlich vereinfacht´, so Arndt-Brauer weiter. Das Gesetz sei ein großer Erfolg, wie Arndt-Brauer erläutert, sei es doch ein zentraler Schritt zu dem von der SPD favorisierten Einwanderungsgesetz. Ein solches solle eine andere Definition beinhalten, wer in Deutschland bleiben könne und beispielsweise nicht an sicheren und unsicheren Herkunftsländern festgemacht werden. Leider sei dies bisher mit dem Koalitionspartner CDU/CSU nicht machbar, bedauert Arndt-Brauer.

Abschließend würdigte Arndt-Brauer das Engagement von Lernen fördern in der Flüchtlingshilfe mit einem Gutschein für eine viertägige Berlinreise für zwei Personen. `Eine sicherlich nur kleine Anerkennung für Ihr Engagement, die aber zeigen soll, dass die Politik dies durchaus zu würdigen weiß´, machte die Politikerin deutlich.