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08.08.2016

Willkommen in Neuenkirchen

NeuenkirchenSommertour2016a
Neuenkirchen. `In Neuenkirchen ist es schön. Wir fühlen uns willkommen´, so Jackmoor Mohanad, syrischer Flüchtling und ehrenamtlicher Helfer in Neuenkirchen, bei einem Gespräch mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer. Diese traf sich jetzt im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour zum Thema Flüchtlinge und Integration mit dem `Runden Tisch Flüchtlingshilfe´ in der Villa Hecking in Neuenkirchen.

Viele Aufgaben hat sich der `Runde Tisch´ auf die Fahnen geschrieben, wie Jo Willers, Ehrenamtslotse und Flüchtlingskoordinator, Arndt-Brauer, Uwe Fischer, Wolfgang Strotmann, Fabian Risau und Andrea Hater von der SPD Neuenkirchen und weiteren Anwesenden vom Koordinationsteam  erläuterte. Nach einem Aufruf der Gemeinde Neuenkirchen im Dezember 2014 meldeten sich rund 80 an Flüchtlingsarbeit Interessierte. Viele seien immer noch dabei, freut sich Willers. Den anfänglich noch fehlenden Strukturen folgte die Bildung verschiedener Bereiche, wie z.B. Sprachunterricht, Sport, Patenschaften, Finanzen, Fahrradwerkstatt etc. mit anschließender Bildung eines Koordinationsteams. Dieses kümmert sich nun um die übergeordnete Organisation. Aufgaben, z.B. wie Spendenkoordinierung, Sponsorenwerbung, Einarbeitung Ehrenamtlicher, Fortbildungen, intensive Kontakte zur Verwaltung, Klärung von Rechtsfragen und Zukunftsfragen, auch im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung von Flüchtlingszahlen, gehören für das Team zur täglichen Arbeit.

Bis auf wenige Ausnahmen laufe es in Neuenkirchen sehr harmonisch, so Emad Haarmann, der ehrenamtlich für die Gemeinde dolmetscht und auch viele schöne Erfahrungen gemacht hat. In der kleinen Gemeinde könne man noch auf Nachbarschaftshilfe zählen, so Haarmann. Die Flüchtlinge sind akzeptiert und man helfe sich gegenseitig, machte der Dolmetscher deutlich. Hilfreich sei dabei die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge, aus der sich wie selbstverständlich ein hohes Maß an Nachbarschaft ergeben habe. Wie dankbar die Flüchtlinge seien, hätte sich bei einem Dankeschön-Fest in Neuenkirchen gezeigt, so Haarmann weiter. `Die großen Aufgaben beginnen aber erst mit der Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft´, steuerte Kathrin Horre zu dem Gespräch bei und erhielt allgemeine Zustimmung.

Aber auch für die Kinder müsse Integration in Schulen und Kindergärten stattfinden, stellte Arndt-Brauer klar und wollte erfahren, wie das in Neuenkirchen gehandhabt würde. Der Abgeordneten ist es sehr wichtig, dass schulpflichtigen Kinder der Schulbesuch ermöglicht wird oder jüngere Kinder den Kindergarten besuchen können. Schulpflichtige Kinder gehen in Neuenkirchen bereits in die Schule und ab August gebe es für die jüngeren Kinder einen Kitaplatz, wenn es gewünscht sei, berichtete Gerda Goldbeck, die bei der Gemeinde Neuenkirchen für Asylangelegenheiten zuständig ist.

Dolmetscher Naarmann machte deutlich, dass es gerade in Angelegenheiten der Kinder dringend eines Sozialarbeiters bedarf, der bei Problemen innerhalb der Familien oder in Verbindung mit den Schulen helfen könnte. Kommunalpolitikerin Andrea Hater erläuterte, dass die SPD Neuenkirchen im Gemeinderat bisher mehrfach und ohne Erfolg Anträge eingereicht hätte. Man bleibe aber auf jeden Fall am Ball, versicherte Hater. Auch Arndt-Brauer versprach, sich bei Problemen für Neuenkirchen einzusetzen und ist dabei aber auf Rückmeldungen angewiesen.

Abschließend sprach Arndt-Brauer den Neuenkirchenern ein großes Lob für ihr Engagement aus. `Die hauptamtlichen Strukturen haben wir in unseren Kommunen gar nicht, um diese Arbeit zu leisten´, stellte die Bundespolitikerin klar. `Neuenkirchen kann stolz auf sich sein und ist ein gutes Beispiel für Integration´, so Arndt-Brauer weiter. Als kleines Zeichen ihrer Anerkennung überreichte die Abgeordnete Jo Willers einen Gutschein für zwei Personen für eine viertägige Fahrt nach Berlin, den dieser erfreut entgegennahm. Er will entsprechend engagierte Neuenkirchener auswählen, die im nächsten Jahr nach Berlin fahren.