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08.09.2016

Wenn der Roboter beim Operieren hilft

Da-Vinci1
Gronau. So mancher Bürger mag noch ein mulmiges Gefühl dabei haben, aber auch im Münsterland ist es Realität: Seit 2006 wird am St. Antonius-Krankenhaus Gronau mit dem Da-Vinci(R)-Roboter operiert. Anwendung findet das roboterassistierte Verfahren dort u.a. im Prostatazentrum NordWest und der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie.

Einen tieferen Einblick in das hochmoderne minimal-invasive Verfahren bekam jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer, die in Begleitung örtlicher SPD-Kommunalpolitiker kam.

Jens Breer (3. v. re.), Assistent der Geschäftsführung und Esther Grävemäter, Marketing- und Businessmanagerin (3. v. li.), verschafften den Gästen einen kurzen Gesamteindruck über das Spektrum und die Struktur des St. Antonius-Hospitals. Ausgiebiger wurde die Da-Vinci-Operationsmethode und der Roboter selber vorgestellt.

Neben der Urologie profitiere auch die Allgemeinchirurgie und die Gynäkologie von der roboterassistierten Chirurgie, erläuterte Breer. Diese abteilungsübergreifende Spezialisierung sei einmalig in Deutschland. Aufgrund dieser Spezialisierung haben die Zahlen der Patienten, die aus ganz Deutschland nach Gronau kämen, erheblich zugenommen, so Breer weiter. Von den in 2015 behandelten rund 14.000 Fällen seien zudem zwanzig Prozent aus dem Ausland.

Einzigartig ist auch das 2012 gegründete Schulungszentrum ERI (European Robotic Institute). Für die roboterassistierte Methode wird gut geschultes Personal benötigt, das hier besonders intensiv aus- und fortgebildet wird. Von den vier Da-Vinci(R)-Robotern am St. Antonius-Hospital steht einer im Schulungszentrum und dient der Ausbildung, bzw. dem Training von eigenen und externen Medizinern und OP-Assistenten. Qualitätsstandards werden dadurch erhöht.

Vom schonenden Operationsverfahren konnten sich die Gäste dann bei einem operativen Eingriff per Live-Übertragung aus dem OP überzeugen. Chefarzt Dr. Jörn Witt kommentierte jeden Arbeitsschritt. Gespannt verfolgten die Gäste das Geschehen am Bildschirm im Nachbargebäude.

Der Operateur sitzt an einer Konsole und steuert in Echtzeit mit seinen Handbewegungen die vier Roboterarme und die Instrumente. Die winzigen, auswechselbaren Instrumente an den Enden der Roboterarme können in mehr Freiheitsgraden bewegt werden, als es der menschlichen Hand möglich ist. Ein 3D-Bild am Bildschirm verschafft einen guten Überblick über das Operationsfeld. Durch die bis zu zehnfache Vergrößerung des 3D-Kamerasystems werden selbst feine Strukturen wie Nerven und Gefäße genau dargestellt. Anders, als häufig angenommen, kann der Roboter nicht programmiert werden und führt auch keine eigenständigen Bewegungen durch.

Die Vorteile für den Patienten liegen bei dem geringen Blutverlust, kleinen Operationswunden und einer schnelleren Wundheilung. `Die Patienten sind einfach schneller wieder fit´, machte Esther Grävemäter deutlich. Auch der Operateur habe Vorteile. Neben der entspannten Sitz- und Körperhaltung während der oft stundenlangen Operationen, hat er eine räumliche, vergrößerte Darstellung der Organe und der Instrumente, führte Grävemäter aus.

Abschließend konnten die Gäste im Schulungszentrum einen Da-Vinci(R)-Roboter in Augenschein nehmen und zeigten sich beeindruckt von der innovativen Technik.