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09.11.2017

Wege in den Bundestag

ENS1
Berlin/Neuenkirchen. 45 Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe der Neuenkirchener Emmy-Noether-Schule nutzten jetzt eine Einladung der heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer nach Berlin zu einem einstündigen Gespräch im Reichstagsgebäude.  `Wie sind Sie Abgeordnete geworden?´, wollten die Zehntklässler wissen. Der Weg in den Bundestag braucht nur zwei formale Voraussetzungen: Bewerber für ein Abgeordnetenmandat  müssen 18 Jahre alt sein und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. `Etwas Lebenserfahrung sollte jedoch noch dazu kommen´, erläuterte die Politikerin ihre Sichtweise. Ihr eigener Weg führte über die Übernahme von Ehrenämtern und Engagement in das Bundesparlament: Klassensprecherin, stellvertr. Schulsprecherin, Friedens- und Atombewegungsaktivistin, SPD-Eintritt, Stadträtin und Kreistagsmitglied waren die Stationen der vierfachen Mutter.

Weitere Themen waren die Wahlniederlage der SPD und der Einzug der AfD in den Bundestag. Der SPD sei es nicht gelungen, ihre gute Regierungsarbeit in Stimmen umzusetzen. Selbst hart umkämpfte historische Erfolge, wie die erstmalige Einführung eines Mindestlohnes von dem über 2 Mio. Menschen direkt profitieren, wurden der CDU - respektive Kanzlerin Merkel - gutgeschrieben; und das obwohl die Unionsparteien sich hier jahrelang quergestellt hätten, bedauert Arndt-Brauer. Hinzu komme die Neigung der Partei zu streiten: Anstatt sich über gelungene Politik zu freuen, werde häufig kritisiert, dass nicht noch mehr erreicht werden konnte.

`Der Einzug der AfD hat mich erschreckt´, so die Abgeordnete. Viele Wähler hätten diese Partei offenbar aus Protest gewählt, ohne sich überhaupt mit den Inhalten auseinandergesetzt zu haben.

Nach der Diskussion besuchten die Neuenkirchener Gäste noch die gläserne Kuppel, während die Politikerin zurück in die SPD-Fraktionssitzung ging, wo über die zukünftige inhaltliche und organisatorische Ausrichtung der Partei debattiert wurde.