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07.06.2019

Wandeln in den Fußstapfen der Berliner Politik

JuP2019aRheine. Wenn die Abgeordneten des Bundestages zu ihren Sitzungen zusammenkommen, wirkt die Politik in Berlin manchmal weit weg vom Rest Deutschlands: Lange Tagesordnungen werden abgearbeitet und die Regeln der Geschäftsordnungen müssen eingehalten werden. Da ist von Beschlussempfehlungen, Ausschüssen oder Kurzinterventionen die Rede.

Um Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, das Gesetzgebungsverfahren des Bundestages aus nächster Nähe nicht nur kennenzulernen, sondern selbst die Rolle eines Abgeordneten zu übernehmen, veranstaltet der Deutsche Bundestag seit vielen Jahren das Planspiel `Jugend und Parlament´. 355 junge Menschen im Alter von 17 bis 20 Jahre kommen zu diesem Zweck für drei Tage nach Berlin und tun das, was auch die Abgeordneten des Bundestages tun: Sie bilden Fraktionen und Landesgruppen, wählen den oder die Bundeskanzlerin und beraten über Gesetzesentwürfe - und dies nicht irgendwo, sondern im Plenarsaal des deutschen Bundestages, der sonst nur den Abgeordneten des Parlaments vorbehalten ist. Zu welcher der fiktiven Fraktionen die Teilnehmer gehören, dürfen sie sich dabei nicht aussuchen: Sie werden ausgelost und so dazu animiert, sich in politische Positionen hineinzuversetzen, die sie sonst möglicherweise nicht vertreten würden.

Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer hatte nun die achtzehnjährige Schülerin Laura-Marie Gamm aus Rheine die Möglichkeit, in das Leben einer Bundestagsabgeordneten einzutauchen und musste sich prompt mit einem sehr schwierigen Thema auseinandersetzen: Als sogenannte Berichterstatterin betreute sie für ihre Fraktion einen fiktiven Auslandseinsatz der Bundeswehr, während andere Abgeordnete sich etwa mit der Frage eines Wahlrechts ab sechzehn Jahren oder einem verpflichtenden Pfand für Kaffeebecher auseinandersetzen mussten.

In einem längeren Gespräch tauschten sich Gamm und Arndt-Brauer, die seit 1999 als Finanzexpertin im Bundestag sitzt, über die parlamentarische Arbeit aus. `Ich finde es gut, wenn Jugendlichen die Möglichkeit geboten wird, sich selbst mit Gesetzgebungsarbeit auseinanderzusetzen. Schließlich werden hier Regeln gemacht, die für die Menschen verbindlich sind´, so Arndt-Brauer: `Für mich gehört auch zur Demokratie, dass die Menschen einschätzen können, wie es zu den Entscheidungen im Bundestag kommt.´