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07.11.2016

Verständnis für die Sorgen der Mitarbeiter

Urenco1
Gronau. Nicht direkt die Sorge um eine mögliche Schließung der Fa. URENCO in Gronau, die rechtlich außer Frage steht, sondern die Stimmungsmache gegen das Unternehmen treibt die Mitarbeiter um. Anlass ist die von NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) wieder in Rede gebrachte Stilllegung der Urananreicherungsanlage. Was solche Aussagen mit den Mitarbeitern und ihren Familien macht, schilderte jetzt der Betriebsratsvorsitzende Michael Heiming (i. Bild li.) der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer, die seiner Einladung in das Unternehmen folgte.

Laut Heiming seien die    Unternehmensmitarbeiter großen Anfeindungen ausgesetzt, von denen in der Folge auch die Familien betroffen seien. Hintergrund sei die bei vielen Bürgern festzustellende Ablehnung kerntechnischer Anlagen, die zu Vorbehalten gegenüber den URENCO-Beschäftigten führe. Der Betriebsratsvorsitzende machte deutlich, dass die erneute Diskussion um eine Schließung in dieser Situation nicht hilfreich sei. Arndt-Brauer verwies in dem Gespräch darauf, dass auch schon die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) deutlich gemacht habe, dass es für eine Stilllegung keine rechtliche Grundlage gebe. Auch ihr liege es fern, ein Unternehmen zu schließen, das nicht nur der Stadt Gronau jährlich 30 Mio. Euro Gewerbesteuereinnahmen einbringe, sondern auch 285 tarifgebundene und familienfreundliche Arbeitsplätze biete. Zudem seien nicht nur URENCO-Mitarbeiter betroffen, sondern auch 200 - 300 Arbeitsplätze rund um URENCO. Arndt-Brauer äußerte aber auch Kritik an dem Unternehmen. Zwar gebe es ein höchstmögliches Maß an Sicherheit bei URENCO innerhalb der Gebäude. Bedenken hat sie jedoch bei der Außenlagerung und der Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Diese, wie in der Vergangenheit, an Länder zu verkaufen, die nicht so verantwortlich mit dem abgereicherten Uran umgingen wie in der deutschen Anlage, sei gefährlich, stellte Arndt-Brauer klar.

Abschließend zeigte Arndt-Brauer jedoch großes Verständnis für die Mitarbeiter, die sich einerseits Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen und andererseits für diesen rechtfertigen müssten. `Man kann Menschen doch nicht vorwerfen, dass sie ihrer Arbeit nachgehen und ihre Familie ernähren´, machte Arndt-Brauer deutlich. Aus vielen Gesprächen in Gronau und mit Gronauern habe sie allerdings den Eindruck gewonnen, dass die Firma URENCO vor Ort als Arbeitgeber durchaus akzeptiert sei. Dafür spreche, dass eine Vielzahl an Einrichtungen, Vereinen etc. gerne die Unterstützung des Unternehmens annehmen würden.