Arndt-Brauer_072c
 Home
 Zur Person
 Pressemitteilung
 Wahlkreis
 Service
 Links
 Impressum Datenschutz
Banner2

28.04.2016

Umstrukturierung im Sanitätsmateriallager Epe

SanDepotEpe1
Gronau-Epe. Die Bundeswehr ist seit Jahren großen Umstrukturierungen unterworfen. Auch vor den Bundeswehreinrichtungen im Wahlkreis der SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer machten diese nicht Halt.

Die Bundespolitikerin hatte sich besonders für den Erhalt der Theodor-Blank-Kaserne mit seinen Heeresfliegern in Rheine und das Bundeswehrdepot in Ochtrup eingesetzt. Leider konnte die Schließung des Standortes in Rheine nicht verhindert werden, aber das Materiallager in Ochtrup konnte einer Privatisierung noch entgehen.

Die verbliebenen Bundeswehreinrichtungen stehen der Abgeordneten daher besonders nahe und sie pflegt einen guten Kontakt, wie jetzt im Sanitätsmateriallager in Epe festzustellen war.

Auch im Sanitätsmateriallager in Epe gab es zum Jahresanfang eine Umstrukturierung, über die sich Arndt-Brauer und Ulrich Brügger (3. v. li.) von der SPD Gronau näher informieren wollten. Stabsapotheker Recep Ünver (2. v. re.) erläuterte den Gästen die Einzelheiten.

Aufgrund eines beispiellosen Anpassungs- und Optimierungsprozesses sind seit 2004 64 Depot- und Lagereinrichtungen geschlossen worden. Die bis 2018 einzunehmende Zielstruktur sieht jeweils vier Bundeswehrdepots (BwDp) für Material und Munitionsversorgungszentren (MunVersZ) vor - jeweils eines für die Bereiche Nord, Ost, Süd und West. Zu ihnen gehört je ein Führungselement und ein Material-/ Munitionslager am selben Standort. Außerdem sind jedem BwDp bzw. MunVersZ bis zu drei weitere Lager regional unterstellt. So gestaltet sich eine Struktur mit insgesamt zwölf Material-, zwei Sanitätsmaterial-, einem Betriebsstoff- sowie dreizehn Munitionslagern. Das Sanitätsmateriallager Epe, bisher zum Materialdepot Ochtrup zugehörig, ist seit dem 1. Januar 2016 dem Bundeswehrdepot West in Mechernich unterstellt und gehört mit einem weiteren Lager in Krugau (Märkische Heide) zu den beiden letzten Sanitätsmateriallagern.

Zu den Aufgaben in Epe gehören neben der Lagerung von Sanitätsmaterial auch deren Kontrolle, Wartung und Pflege. Unter Leitung von Ünver erfolgt im eigenen Labor die pharmazeutische Qualitätskontrolle. Für Einsätze im Ernstfall hält das Sanitätsmateriallager auch große und kleine Notfallpakete bzw. -rücksäcke vor. Die kleinen Pakete sind für die Soldaten gedacht, die diese dann bei Einsätzen am Bein mit sich tragen können. Die großen Notfallrücksäcke enthalten neben Medikamenten auch medizinische Geräte und können auch für den Einsatz im zivilen Katastrophenschutz verwendet werden. `Die wenigsten wissen, dass wir im Katastrophenfall diese Notfallpakete hier lagern´, so Recep Ünver. Beispielhaft hätten diese bei der Feuerwerkskatastrophe 2000 in Enschede zu Einsatz kommen können, so der Stabsapotheker weiter. Im Rahmen humanitärer Hilfe bzw. Länderhilfen hatte die Bundeswehr von 1998 bis 2014 813 Einsätze in 49 Ländern. In 2015 gab es 24 Hilfseinsätze in 17 Ländern und bis März 2016 bereits fünf in fünf Ländern.

Bei einem Rundgang durch die Hallen konnten sich Arndt-Brauer und Brügger ein Bild von der Arbeit des Depots machen. Akribisch werden alle Medikamente und medizinischen Gerätschaften in Augenschein genommen. Ist das Haltbarkeitsdatum abgelaufen oder funktionieren noch Messgeräte korrekt, wie z.B. die Defibrillatoren? Dies klären die rund 38 zivilen Mitarbeiter im Depot. Ein Blick ins Labor zeigte, wie aufwendig auch die Untersuchungen zur Qualitätskontrolle sind.

Bei einem abschließenden Gespräch mit Ludger Terhaar (i. Bild re.), dem Personalratsvorsitzenden, Schwerbehindertenvertreter Markus van Almsick (i. Bild li.), sowie Oberstabsfeldwebel Bernd Abel (2. v. li.) und Stabsapotheker Ünver wurde grundsätzlich über die Auswirkungen von Umstrukturierungen gesprochen. Arndt-Brauer erläuterte beispielhaft, dass nur durch viel Einsatz der Depotleitung und der Politik - besonders hob Arndt-Brauer die Fürsprache des damaligen Fachpolitikers Rainer Arnold (SPD) hervor - der Erhalt des Materiallagers in Ochtrup möglich gewesen ist. Die von der damals mitregierenden FDP favorisierte Privatisierung verschiedener Bereiche in der Bundeswehr lehnt die Sozialdemokratin strikt ab: `Mit Outsourcing wurden bisher immer schlechte Erfahrungen gemacht. Sensible Bereiche, wie bei der Bundeswehr, kann man nicht an die freie Wirtschaft geben´, betonte Arndt-Brauer. Sie will sich auch weiterhin für die Belange der Bundeswehr einsetzen.