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30.06.2017

Teilhabe am Arbeitsleben

CaritasWerkstOchtrup1
Ochtrup. Gewusel in den Gängen und Fluren, freudiges Stimmgewirr, gute Laune und leckere Essensgerüche: Mittagspause in den Caritas-Werkstätten an der Waldstraße in Ochtrup. Aus allen Werkstatträumen strömen die hier beschäftigten Menschen mit  geistiger, körperlicher oder psychischer Behinderung zur Essensausgabe. Aber es gibt auch ruhigere Bereiche, in denen sich schwer mehrfachbehinderte Menschen von den Anstrengungen des Vormittags erholen können.

Ein ausführlicheres Bild verschaffte sich jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer in Begleitung der beiden Ochtruper Sozialdemokraten Jörg Krabbe und Michael Dierker.

Arndt-Brauer wurde von Alexander Lürwer begrüßt, der seit einem Jahr Werkstattleiter ist. In einer Gesprächsrunde mit Werkstattratvertretern sowie Eltern-/Angehörigen-/Betreuerbeiratvertretern stellte Gregor Wortmann, Geschäftsführer des Trägers Tectum Caritas GmbH aus Steinfurt, die umfassenden Aufgaben der Einrichtung vor.
1969 wurden die Caritas-Werkstätten in Langenhorst in der ehemaligen Gehörlosenschule gegründet. Stetes Wachstum führte dann zum Bau der Werkstätten an der Waldstraße.  Derzeit arbeiten in der Ochtruper Werkstatt und den Zweigwerken Emsdetten, Steinfurt, den Ochtruper Werken Protec I+II für Menschen mit psychischen Erkrankungen und auf Außenarbeitsplätzen rund 900 Menschen, die durch Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen unterstützt, begleitet und gefördert werden. Die Caritaswerkstätten Langenhorst begleiten zahlreiche Menschen mit Hörbehinderungen und sind als Schwerpunktwerkstatt für mehrfachbehinderte gehörlose Menschen anerkannt, so Wortmann. In den Bereichen Druckerei, Metallverarbeitung, Schreinerei, Elektromontage, Textil, Küche/Hauswirtschaft/Garten-und Landschaftsbau, Verpackung und Außenarbeitsplätze wird für zahlreiche Auftraggeber aus Industrie, Handwerk und Handel produziert sowie Eigenprodukte erstellt und es werden Dienstleistungen erbracht.

Seit 2008 habe man den Fachbereich Integrationsassistenz eingerichtet, erläuterte Lürwer. `Die Wege in den ersten Arbeitsmarkt werden mit verschiedenen Maßnahmen unterstützt´, so der Werkstattleiter weiter. Dazu gehöre die Beratung zur Teilhabe am Arbeitsleben, die Vermittlung von Praktika, die Suche nach passenden Arbeitsmöglichkeiten oder Praktika unter Betreuung oder geeigneten Außenarbeitsplätzen. Das Ziel dabei sei immer die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt, betonte Lürwer.

Bei einem Rundgang durch die Werkstätten konnten sich die Gäste einen Einblick in die einzelnen Bereiche verschaffen und kamen auch mit einigen der rund 200 Mitarbeiter ins Gespräch. Heilerziehungspfleger, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter und natürlich viele handwerklich ausgebildete Mitarbeiter, die die Menschen mit Behinderung in den einzelnen Werkstattbereichen fördern, sind nur einige Berufsfelder, die hier in den Werkstätten eine umfassende Aufgabe finden, wie der Werkstattleiter erklärte. Die Gewinnung von Mitarbeitenden und die Personalentwicklung werde angesichts des Fachkräftemangels immer wichtiger, ergänzte Wortmann.

Abschließend zeigten sich die Sozialdemokraten beeindruckt von der Vielfältigkeit der Förderung von Menschen mit Behinderung und lobten das Engagement der Mitarbeiter der Einrichtung.