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20.12.2017

SPD sorgt für Verbesserungen im neuen Jahr

Kreis Steinfurt/Kreis Borken. Wie jedes Jahr zum Jahreswechsel treten Regelungen in Kraft bzw. entfalten ihre Wirkung, die im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens vereinbart wurden. `Viele Neuerungen im Bereich der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik gehen auf das Regierungshandeln der SPD in der zu Ende gegangenen Legislaturperiode zurück´, berichtet die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer.

Zum 1. Januar 2018 in Kraft treten:

Erhöhung des Mindestlohnes:

Ab Januar 2018 gilt der gesetzliche Mindestlohn ausnahmslos in allen Branchen. Auch Zeitungszusteller erhalten, nachdem eine Übergangsregelung ausläuft, endlich den aktuellen Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro pro Stunde.

Gleichzeitig steigt der Mindestlohn für das pädagogische Personal in der beruflichen Weiterbildung um 4,5 Prozent. Pädagogen in der beruflichen Weiterbildung haben damit ab 1. Januar 2018 Anspruch auf einen Stundenlohn von mindestens 15,26 Euro. Arbeitgeber und Gewerkschaften haben sich hierauf nach sieben Monaten harter Verhandlungen geeinigt.


Zweite Reformstufe Bundesteilhabegesetzes greift - bessere Leistungen für Menschen mit Behinderungen:

Neben der Einführung eines neuen Teilhabeplanverfahrens und Verbesserungen bei den Leistungen der Frühförderung steht ab 2018 auch das `Budget für Arbeit´ zur Verfügung. Mit dem `Budget für Arbeit´ wird Menschen mit Behinderungen in einer Werkstatt der Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtert. Arbeitgeber erhalten dadurch nicht nur einen Ausgleich für eine dauerhafte Minderleistung der Beschäftigten. Es werden auch die erforderlichen Assistenzleistungen finanziert. Die neue Leistung eröffnet damit eine Alternative zur Beschäftigung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.


Verbesserungen bei der betrieblichen und gesetzlichen Altersvorsorge:

Die Grundzulage der Riester-Förderung steigt von 154 Euro auf 175 Euro jährlich an. Bei Auszahlung von Kleinbetrags-Riesterrenten in einer Summe ist künftig eine günstigere Versteuerung möglich. Der Steuerpflichtige kann bestimmen, dass die Einmalzahlung um ein Jahr verschoben wird. Da er dann in der Regel Rentner ist, kann er von einem niedrigeren Steuersatz profitieren.

Ab 2018 wird durch einen Freibetrag bei Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung für Einkünfte aus Riester- und Betriebsrenten sichergestellt, dass die ersten 100 Euro und darüber hinaus gehende Beträge zu 30% anrechnungsfrei bleiben. Es können so maximal 202 Euro (= halber Regelsatz ALG II für Erwachsene) anrechnungsfrei gestellt werden. Die Deckelung greift immer dann, wenn der zu gewährende Freibetrag diesen Betrag übersteigt.