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06.06.2018

SPD-Wahlversprechen eingelöst

Berlin/Kreis Steinfurt/Kreis Borken. Das Kabinett hat heute mit der Wiedereinführung der Parität bei den Krankenversicherungsbeiträgen ein zentrales Wahlversprechen der SPD beschlossen.

`Damit sorgen wir dafür, dass Arbeitgeber wieder genauso viel zur gesetzlichen Krankenversicherung beitragen wie Arbeitnehmer. Wir entlasten damit Arbeitnehmer und Rentner bei den Krankenversicherungsbeiträgen und schaffen so mehr Gerechtigkeit im Gesundheitssystem´, freut sich die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer.

Den Zusatzbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung tragen bisher allein die Arbeitnehmer. Das ist im Durchschnitt 1 Prozent des Bruttoeinkommens. Dieser Zusatzbeitrag wird künftig wieder zur Hälfte von Arbeitgeberseite getragen. Für Arbeitnehmer bedeutet das eine Entlastung um 0,5 Prozent ihres Bruttoeinkommens. Davon profitieren auch Rentner, denn ihr Zusatzbeitrag wird zur Hälfte durch die Deutsche Rentenversicherung übernommen. Insgesamt werden Arbeitnehmer und Rentner dadurch um rund sechs Milliarden Euro im Jahr entlastet. `Für Arbeitnehmer mit einem Durchschnittseinkommen (ca. 3.000 EUR) sind das ca. 15 EUR netto pro Monat oder 180 EUR mehr im Jahr in der Tasche´, macht die Finazexpertin deutlich.

Das bedeutet: Die Beiträge zur Krankenversicherung für Arbeitnehmer und Rentner sinken. Künftige Kostensteigerungen gehen nicht mehr alleine zu Lasten der Versicherten sondern werden wieder solidarisch von Arbeitgebern und Versicherten jeweils zur Hälfte getragen.