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18.08.2017

Sinnvolle Wiederverwertung von Rohstoffen

AltexGronau1
Gronau. Im Alltag sind sie eher unscheinbar, aber nicht mehr wegzudenken: Vliesstoffe aus Recyclingmaterial. Dass eine Vielzahl dieser Vliese im westlichen Münsterland, genauer gesagt in Gronau, hergestellt werden, ist vielen Verbrauchern nicht bekannt.

Das Sommerprogramm der SPD Gronau führte diese jetzt zur ALTEX Gronauer Filz GmbH & Co. KG, deren Tagesgeschäft die Herstellung von technischen Vliesstoffen ist.

Die Gronauer SPD-Delegation und ihre Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer wurden vom Geschäftsführer Dirk Tunney und Gerwin Homölle, Vertriebsleiter bei der ALTEX Textil-Recycling-Epe, in Empfang genommen.

In Epe bei der ALTEX Textil-Recycling werden heute technischen Gewebe, Altkleider und textile Produktionsreste aus der Industrie recycelt. Reißanlagen zerkleinern rund 3.000 t Recyclingmaterial monatlich. Die hieraus gewonnen Fasern werden anschließend bei der ALTEX Gronauer Filz  z.B. für Kunden aus der Automobil-, Geotextil-, Bau-, und Heimtextilindustrie zu maßgeschneiderten innovativen Produkten verarbeitet. Die schon seit vielen Jahren andauernde Zusammenarbeit mit dem Künstler Christo forderte im vergangenen Jahr einen ganz besonderen Auftrag.
Die Floating Piers am italienischen Iseo-See waren 2016 das aktuelle Projekt des Künstlers. Ein in Greven hergestellter leuchtend gelb-orange farbener Oberstoff bedeckte die schwimmenden Stege, benötigte aber für einen besonderen Trittkomfort einen speziellen Vliesstoff, den die Firma Altex Gronauer Filz produzierte. Nach Beendigung des Kunstprojekts landeten die rund 100.000 qm Stoff bei ALTEX Textil-Recycling zur Zerkleinerung und zur Weiterverwertung für andere Produkte. Geschäftsführer Tunney konnte den Gästen ein `kostbares´, noch verbliebenes Stück des gelb-orangen Stoffes sowie den hieraus gewonnen neuen Faserrohstoff zeigen.

Auf Nachfrage erfuhr die SPD-Delegation, dass sich die ALTEX Gronauer Filz weiter aus der Zeitarbeitsbranche zurückzieht und in diesem Zusammenhang in den letzten Monaten schon mehrere neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze schaffen konnte. Festes qualifiziertes Stammpersonal sei nicht nur wichtig für die Innovationskraft des Unternehmens, sondern auch für die Produktion, machte Tunney deutlich. Auch bei ALTEX mache sich der Fachkräftemangel bemerkbar. Man setze daher in den Bereichen Produktion, Labor, Logistik, Verwaltung und Instandhaltung stark auf eigene Ausbildung. Es sei allerdings sehr schwer geworden, entsprechende Bewerber zu bekommen. Darüber, dass es wichtig sei, die Bewerber schon in den Schulen abzuholen, herrschte unter Gastgeber und Gästen Einigkeit.

Bei einem Rundgang durch die Produktionshallen konnten die Sozialdemokraten einen Einblick in die Herstellung verschiedener Vliesarten bekommen und stellten fest, dass hier recycelte Rohstoffe eine sinnvolle Wiederverwendung finden. `Unser Wunsch ist es, eine Quote von 100 % zu erreichen, damit diese Wertstoffe nicht auf der Deponie landen oder verbrannt werden müssen´, gab Tunney den Gästen als Schlusswort mit auf den Weg.