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18.08.2017

Projekt barrierefreier Kirchplatz noch nicht begraben

SommertourHorstmar1
Horstmar. Schon lange will die Stadt Horstmar einen barrierefreien Zugang rund um den Kirchplatz schaffen. Der Platz soll geöffnet, die Flächen entsiegelt und attraktiver gestaltet werden. Finanziellen Spielraum für eine solche Maßnahme hat die Kommune Horstmar wegen des Haushaltssicherungskonzepts leider nicht; auch wenn sich die finanzielle Lage aufgrund der boomenden Wirtschaft leicht bessert. Viel Hoffnung hatten Rat und Verwaltung daher in die Bewerbung um Städtebaufördermittel des Bundes für das Projekt `Soziale Stadt´ gelegt.

Die Horstmarer SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer (Mi.), die im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour Halt am Horstmarer Kirchplatz eingelegte, hatte leider keine guten Nachrichten für SPD-Kommunalpolitiker und Bürgermeister Robert Wenking (4.v.li.) im Gepäck. Auf Nachfrage bei der Bezirksregierung Münster, die für die Verteilung der Fördermittel zuständig ist, hatte sie die Auskunft erhalten, dass aufgrund eine großen Überzeichnung des Programms die Maßnahme Barrierefreiheit Kirchplatz leider nicht berücksichtigt werden könne.
`Es wäre eine Chance gewesen, als Kommune im Haushaltssicherungskonzept solche Projekte mit Fördermitteln umzusetzen´, bedauerte Wenking. Der Bürgermeister hofft aber, im kommenden Jahr eine neue Chance für Fördermittel zu bekommen. Das Projekt sei keineswegs mit dieser Absage begraben, machte er deutlich. Bis dahin packe man weitere Dinge in Horstmar und dem Stadtteil Leer an. Die Vergabe der Grundstücke im neu erschlossenen Baugebiet Nieland sei rasant  gelaufen und das Baugebiet Koppelfeld III in Planung. Hier stehe man noch in Verhandlung mit den Grundstückeigentümern, führte Wenking weiter aus. Als nächstes müsse der Sanierungsstau in der Verwaltung beseitigt und die Gebäude energetisch umgebaut werden, stellte der Bürgermeister klar. Groß sei auch das Thema Schule. Mittel aus dem Programm `Gute Schule 2020´, das die vorherige rot-grüne NRW-Landeregierung aufgelegt hat, könne man hier gut einsetzen, so der SPD-Fraktionsvors. Michael Kaiser (3.v.li.). Mit der Verlegung von Glasfaserkabeln bis in die Klassenräume stehe man erst am Anfang der Digitalisierung in Schulen, ergänzte Wenking. `Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat den Schulen fünf Milliarden Euro versprochen, damit diese den Schülern das digitale Lernen und Arbeiten beibringen können´, erläuterte Arndt-Brauer in diesem Zusammenhang und ärgert sich jetzt darüber, dass die Ministerin offensichtlich die versprochen Milliarden nicht habe und auch nicht bekommen werde.

Arndt-Brauer, die im vergangenen Jahr ihre Sommertour unter das Thema Flüchtlinge und Integration gestellt hat, wollte vom Bürgermeister erfahren, wie die derzeitige Flüchtlingssituation in Horstmar aussieht. 2015 sei schwierig für die Kommune gewesen, so Wenking. `Nur mit viel Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern haben wir es geschafft, die Flüchtlinge mit dem Notwendigsten zu versorgen´, lobte der Bürgermeister das Engagement ausdrücklich. Die Verwaltung hätte diese Herausforderung allein nicht stemmen können, machte er weiter deutlich. Jetzt stehe man vor der Hürde der Integration. Neben den Sprachbarrieren sei die Traumatisierung der betroffenen Menschen ein Riesenthema und stelle an alle Beteiligten große Ansprüche, waren sich abschließend die Kommunalpolitiker und Bundespolitikerin Arndt-Brauer einig.