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31.05.2017

Politische Diskussion mit Arndt-Brauer

Canisiusschule Ahaus 2a
Ahaus. Am 9. Mai feiert die Europäische Union jährlich ihren Europatag. Er geht zurück auf den am 9.05.1950 vom damaligen französischen Außenminister Robert Schuman unterbreiteten Vorschlag für ein vereintes Europa als unerlässliche Voraussetzung für die Aufrechterhaltung friedlicher Beziehungen. Der europäische Gedanke der Einigung und des Austauschs hat schon lange Tradition an der Bischöflichen Canisiusschule in Ahaus, die bereits seit Jahrzehnten das Miteinander zwischen Schülern und Lehrern in Europa fördert. Seit 2012 ist das Gymnasium zudem zertifizierte Europaschule. Zu den unterschiedlichsten Aktion, mit denen die Schule den Europatag begeht, gehörte jetzt eine Diskussion mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer,  die gerne einer Einladung der Europabeauftragten und Lehrerin Dr. Andrea Wolf sowie den Sozialwissenschafts-, Geografie- und Geschichtskursen der Jahrgangsstufen 9 und Q1 folgte.

Intensiv diskutierte Arndt-Brauer, die auch Finanzausschussvorsitzende im Deutschen Bundestag ist, mit den rund 180 Schülerinnen und Schülern nicht nur über die Herausforderungen der Europäischen Union (EU), sondern auch über landes- und bundespolitische Themen.

Den EU-Bürgern müsse viel mehr vermittelt werden, was Positives aus der EU käme. Neben der Abschaffung von Grenzkontrollen, die das Reisen innerhalb der EU vereinfache, sei auch die einheitliche Währung positiv für den Handel. Große Projekte, wie u.a. auch das Kulturquadrat in Ahaus, würden durch die EU gefördert, machte Arndt-Brauer deutlich. Solche Projekte seien den Briten, die im Juni 2016 per Referendum den EU-Ausstieg beschlossen hätten, nicht bekannt genug gewesen. `Durch die Förderung unserer Austauschprogramme über die europäischen Erasmus- und bis 2014 auch Comenius-Bildungsprogramme profitiert auch ihr von Mitteln aus der EU´, warf Dr. Andrea Wolf erläuternd ein.  `Dank der EU leben wir Europäer seit 70 Jahren in Frieden´, hob Arndt-Brauer aber den größten Vorteil der EU hervor.

`Wenn Sie fünf Minuten Redezeit hätten und dem türkischen Präsidenten Erdogan eine Standpaukte halten könnten, was würden Sie ihm sagen?´, fragte ein Schüler und brachte Arndt-Brauer zu einem nachdenklichen Lächeln. Da sei sie zwiegespalten, erläuterte Arndt-Brauer. Zwar habe Erdogan die Türkei wirtschaftlich nach vorne gebracht, versuche jetzt aber jeden Widerstand niederzuknüppeln, kritisierte die Abgeordnete scharf. Statt dem Präsidenten eine Standpauke zu halten, würde sie lieber mit den türkischen Bürgerinnen und Bürgern sprechen, warum sie einem Präsidenten, auch über Erdogans Präsidentschaft hinaus, so viel Macht geben.

Die Vielzahl an Fragen mit Themensprüngen z.B. zur Griechenland-Krise, Registrierung von Flüchtlingen, G8 oder G9, mehr innerer Sicherheit, den Kauf von Steuer-CDs und die AfD, beantwortete Arndt-Brauer ausführlich. Abschließend lobte die Abgeordnete die gute Vorbereitung der Klassen und Kurse und die vielfältigen und interessanten Fragen. `Eine tolle Diskussion´, freute sich Dr. Andrea Wolf und bedankte sich bei Arndt-Brauer für die spannenden zwei Schulstunden.