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13.03.2019

Politik auf Probe

Gamm1Rheine. Die 18-jährige Laura-Marie Gamm interessiert sich brennend für aktuelles Geschehen und Politik. Anlass genug für die Abiturientin des Emslandgymnasiums Rheine, sich für das Planspiel `Jugend und Parlament´ bei der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer zu bewerben. Die Bewerbung hatte bei der Finanzpolitikerin einen positiven Eindruck hinterlassen und war dann auch erfolgreich, wie Laura-Marie aus dem Wahlkreisbüro der Abgeordneten erfuhr. Die große Freude, ausgewählt worden zu sein, stand der 18-Jährigen bei einem kurzfristig vereinbarten Treffen ins Gesicht geschrieben.

Im Juni erwarten Laura-Marie vier spannende Tage in Berlin. Endlich mitentscheiden und mitmischen, wenn sich Politiker um Gesetzentwürfe zoffen: Darum geht es bei der jährlichen Aktion des Bundestages mit dem Namen `Jugend und Parlament´ (JuP). Die über 300 Teilnehmer reisen nach Berlin, schlüpfen in die Rollen fiktiver Bundestagsabgeordneter, sitzen im echten Plenarsaal und sprechen unterm Bundesadler an genau dem Rednerpult, das man regelmäßig in den Nachrichten sehen kann. Damit es für die 355 auserwählten Probe-Parlamentarier alles so authentisch wie möglich ablaufen kann, gibt es anfangs für jeden gewissermaßen ein neues Leben. Am ersten Tag werden die Rollen verteilt. Welcher fiktive Bundestagsabgeordnete sie sein werden, können sich die Jugendlichen vorher nicht aussuchen - Name, Partei und politische Ausrichtung werden ihnen zugewiesen. Dabei läuft es nicht ganz so wie im echten Bundestag. Die Parteien sind fiktiv. Man kann entweder Abgeordneter der Bürgerlichen Bewahrungspartei, der Partei für Gerechtigkeit und Solidarität oder der Partei für Engagement und Verantwortung werden.

Wie auch im richtigen Leben realer Abgeordneter gehören zum Tagesablauf Landesgruppensitzungen und Fraktionssitzungen. Hier werden sowohl die Schriftführer als auch die Fraktionsvorsitzenden gewählt. In den folgenden Tagen geht es an die Arbeit mit den Gesetzesvorlagen. Welchen Inhalt die haben, bleibt bis zum Start des Planspiels geheim. In weiteren vier Stunden Fraktionssitzungen müssen sie nochmal alles geben: Die Fraktionen müssen sich hier nämlich nicht nur zu jeder einzelnen Empfehlung der Ausschüsse positionieren, sie müssen auch die Redner für die zweite und dritte Lesung im Plenum bestimmen.

`Ziel des Planspiels ist es, dass die Jugendlichen die Arbeit der Abgeordneten kennenlernen - in Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Das Planspiel, das jedes Jahr im Juni stattfindet, soll die Arbeitsweise des Bundestages vermitteln, nicht politische Inhalte. Auch üben die Jugendlichen sich im Debattieren und versuchen, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen´, erläuterte Arndt-Brauer Laura-Marie. `Schnell merken die jungen Leute dann, dass man seine Anliegen nicht immer so umsetzen kann, wie man will. Das braucht Zeit und dazu gehören auch Kompromisse´, ergänzte die Abgeordnete.

Ein persönliches Treffen zwischen Arndt-Brauer und Laura-Marie Gamm wird es in Berlin auf jeden Fall auch noch geben, versicherte die Abgeordnete beim Abschied.