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11.06.2016

Nicht für immer Werkstatt

Wittekindshof2a
Gronau. Der von der SPD geprägte Begriff `Vorsorgender Sozialstaat´ umfasst die präventive Funktion der Sozialpolitik. Mit der Themenwoche `Vorbeugende Politik´ macht die NRW Landesregierung auf ihre Verantwortung aufmerksam und stellt verschiedenste Projekte und Einrichtungen vor.

Aus diesem Anlass besucht die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer unterschiedlichste Projekte in ihrem Wahlkreis. Die Werkstätten des Wittekindshofes waren jetzt Ziel der Abgeordneten, um sich über ein besonderes Projekt zu informieren. Begleitet wurde sie dabei von den beiden Gronauer Kommunalpolitikern Heidi Buskase (2. v. li.) und Ulrich Brügger (i. Bild li.).

Michael Bleiber (2. v. re.), Leiter der Wittekindshofer Werkstätten für Menschen mit Behinderung und Klaus Hogelucht-Schücker (i. Bild re.), zuständig für die Zusammenarbeit mit den Gronauer Unternehmen innerhalb des Projektes, stellten das Projekt `aktion5´ vor, das durch den LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) gefördert wird.

Aus der Idee vor ca. drei Jahren entwickelte sich das Projekt mit dem Ziel, Menschen mit Behinderungen, die zurzeit noch in den Werkstätten beschäftigt sind, über Betriebspraktika und fachspezifische Schulungen für die Betriebe fit zu machen. Im Ergebnis sollen dabei dauerhafte sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse entstehen. Hindernisse, wie das Fehlen eines inklusiven Arbeitsmarktes und Hemmnisse behinderten Menschen gegenüber, mussten überwunden werden. `Voraussetzung für das Gelingen des Projektes war die Bereitschaft der Betriebe, sich darauf einzulassen´, so Bleiber. Einen Einstieg in das Projekt fand man dann in den Bereichen Lager und Logistik. Die beiden Gronauer Unternehmen ALTEX und Celltherm haben sich dabei besonders engagiert. `Die Zusammenarbeit mit den Unternehmen war vertrauensvoll und von hoher Qualität´, freut sich der Werkstattleiter, würde sich aber über noch mehr Beteiligung anderer Unternehmen freuen.

Für die sechs Teilnehmer des Projektes hieß es dann, an vier Wochentagen in den Unternehmen ihre Praktika zu absolvieren und an einem Tag an Schulungen und Reflektionsgesprächen teilzunehmen. Mit einer Prüfung fachtheoretischer Inhalte schloss das Praktikum dann ab. Eng arbeiteten die Werkstätten dabei mit den Unternehmen zusammen, um ihre Teilnehmer passgenau zu qualifizieren. Erfreut zeigte sich Hogelucht-Schücker, dass zwei Maßnahmenteilnehmer in Arbeit vermittelt werden konnten. `Ein riesiges Stück Lebensqualität, das unsere Mitarbeiter dadurch gewonnen haben und gut für die persönliche Entwicklung.´

Mittlerweile nehmen Bleiber und Hogelucht-Schücker ein weiteres Projekt im Rahmen von `aktion5´ in Angriff: die nächste Maßnahme soll im Bereich Garten- und Landschaftsbau und im Bereich Hausmeisterservice entstehen.

Mit ihrem Engagement will der Wittekinshof den Stempel `einmal Werkstatt - immer Werkstatt´ auflösen, machte Bleiber deutlich. Dazu sei aber auch mehr Engagement der Unternehmen erforderlich. `Der demographische Wandel und der Fachkräftemangel werden zum Umdenken zwingen´, ergänzte Heidi Buskase. `Schon jetzt gibt es Möglichkeiten, die Nachteile für Arbeitgeber mit finanzieller Unterstützung auszugleichen´, erläuterte Arndt-Brauer. Sie ist sich sicher, dass die Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung durchaus vorhanden sind.