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08.09.2017

Neue Perspektive für das TaT

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Rheine. Das Transferzentrum für angepasste Technologien (TaT) Rheine, wurde 1992 eröffnet und galt als eins von rund 70 Technologie- und Gründerzentren in Nordrhein-Westfalen, bzw. von mehr als 200 in ganz Deutschland. Die Zentren sollten als Instrumente der regionalen und sektoralen Wirtschafts­förderung fungieren. Damals noch innovativ und ökologisch aufgestellt, geriet das TaT mehr und mehr ins Hintertreffen. `Man hatte den Eindruck, es veränderte sich über die Jahre gar nicht´, so die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer, die das TaT noch aus ihrer Arbeit bei der Wirtschaftsförderung des Kreises Steinfurt kennt.

`Das wird jetzt anders´, versichert der Neuenkirchener Adnan Yesilbas, seit Anfang des Jahres neuer Besitzer des TaT. Bei einem Besuch im TaT wollten Arndt-Brauer und eine Delegation Rheinenser SPD-Kommunalpolitiker erfahren, wie es dort weitergeht. Als die Familie Yesilbas im vergangenen Jahr beschlossen hat, in der Region eine Messehalle zu bauen, erfuhr man, dass das TaT zum Verkauf stehe. `Das geht doch nicht, das muss erhalten werden´, dachte der Geschäftsführer, der vom Grundgedanken des TaT immer noch überzeugt war und das Transferzentrum kaufte. `Es muss etwas anderes her´, war dann die gemeinsame Überlegung mit der Familie. Zugewachsene Bereiche wurden wieder kultiviert und zu einem Park mit Pagodenzelten umgewandelt. Diese sollen - fast ganzjährig - für Messen und Ausstellungen, Events und Feste in der Region sowie für Eigen- oder Gastveranstaltungen zur Verfügung stehen. `Das wirkt schöner und ist einzigartig´, findet Yesilbas. `Wir beschränken uns dann auf Open-Air-Veranstaltungen´, ergänzte sein Sohn Gökhan. `Der Rheiner Herbst´, die erste Messe auf dem Gelände, findet bereits am 23. und 24. September statt. Als Art Gewerbeschau mit rund 60 Ausstellern seien der Pagodenpark und die Halle komplett ausgebucht, versicherte Yesilbas. Rund um die Messe gebe es auch attraktive Angebote, wie Hüpfburgen, Minigolf, basteln etc. für die ganze Familie. Ein weiteres Standbein sei die Wiederbelebung des Seminar- und Hotelgeschäftes, für das seine Tochter Nilay zuständig sei.

Mit Blick auf die Rheiner SPD, ist der neue Besitzer auch der Politik dankbar dafür, dass er den Zuschlag erhalten habe. Seit acht Monaten sei er jetzt hier und bereue nichts. Leider sei aber in den letzten Jahren viel liegen geblieben, bestätigte Yesilbas den anfänglichen Eindruck von Arndt-Brauer: Mehrere hundert Tausend Euro wurden bereits in die Modernisierung und Neuausrichtung investiert. Kleine und große Dinge, von der Sicherheitstechnik, über die Infrastruktur von Internet & Co. bis zur Erneuerung der Heizungen, habe man schon angepackt. Eine rund 300 qm große Fotovoltaikanlage auf dem Hoteldach und LED-Beleuchtung mit dem Ziel in Auftrag gegeben, rund 30 Prozent Energiekosten einzusparen. Ursprünglich habe er zudem geplant, eine Messehalle zu bauen. Schade wäre es aber gewesen, wenn dafür Gebäude hätten abgerissen werden müssen und Grünflächen bebaut worden. Dafür sei der PagodenPark jetzt errichtet worden.

Die Sozialdemokraten sind überzeugt von Yesilbas Ideen und dem `neuen TaT´. Das könne für Rheine nur gut sein, so die Kommunalpolitiker: `Jahrelang hat die Mehrheitsfraktion das TaT blockiert, weil sie es einfach nicht haben wollten´, kritisierte Falk Toczkowski, sachkundiger Bürger und SPD-Fraktionssprecher im Kulturausschuss. `Die Alternative wäre gewesen, das Gelände platt zu machen´, malte Toczkowski ein anderes Szenario an die Wand.

Die SPD-Politiker sind von den Erfolgsaussichten überzeugt: Yesilbas, seit über 20 Jahren Veranstalter der BauMesse NRW, hat sich schon sehr früh mit ökologischem Bauen befasst hat und  kennt das TaT sehr lange. Zwei Jahre lang hatte er Anfang der 90-er Jahre hier schon ein Büro angemietet und auf dem Gelände ein Musterhaus gebaut, das noch heute steht. Für dieses Projekt habe der neue Geschäftsführer seinerzeit europaweit nach ökologischen Baustoffen gesucht. Von Idealismus angetrieben, habe er dann sein Wissen in die `Welt posaunen´ wollen. So sei die erste Baumesse entstanden, erläuterte Yesilbas seinen Gästen. Entsprechend große Räumlichkeiten habe es in Rheine seinerzeit nicht gegeben, sodass man die Messe in der Münsterlandhalle installiert habe. Seit 16 Jahren findet die BauMesse NRW in der Dortmunder Westfalenhalle statt.

Für Sozialdemokraten und Familie Yesilbas ist klar:  `Wir werden keine Enttäuschung zulassen und wollen etwas für die Region tun. Dafür ziehen wir alle an einem Strang.´