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16.02.2016

Mauer nicht wieder aufbauen

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Steinfurt. Viele Themen brannten der Seniorengruppe der AWO Steinfurt auf den Nägeln, wie AWO-Vorsitzender Lothar Hilge erklärte, als jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer zu dem regelmäßigen Treff der Gruppe ins `Gleis 13´ kam.

Beherrschendes Thema des Nachmittags war der Flüchtlingszuzug. Kritisch hinterfragten die Senioren den Umgang der Bundesregierung mit der Flüchtlingssituation. Der Forderung, die deutsche Grenze `dicht zu machen´, widersprach Arndt-Brauer. `Die Grenze, wie wir sie früher kannten, existiert nicht mehr´, so die Abgeordnete. Man könne sich zu den Nachbarländern hin nicht komplett abschotten und eine intensive Kontrolle sei nicht durchführbar. `Die Mauern, die wir mühevoll eingerissen haben, wollen wir doch nicht wieder aufbauen´, stellte Arndt-Brauer klar.

Problematisch sei die Registrierung der Flüchtlinge. Das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge suche dringend geeignete Mitarbeiter - bisher vergeblich. Wenn die Registrierung der Flüchtlinge erfolgreich umgesetzt sei, müssten die Menschen integriert werden. Dazu gehöre Sprachunterricht, Unterbringung in Schulen und Kindertagesstätten sowie die Betroffenen in Ausbildung und Arbeit zu bringen. `Wir stehen vor enormen Herausforderungen. Dafür gibt es keine einfachen Lösungen´, machte Arndt-Brauer deutlich.

Arndt-Brauer kritisierte die mangelnde Solidarität einiger Nachbarländer. `Wer von der EU profitiert hat, muss auch Flüchtlinge aufnehmen. Wer das nicht macht, sollte auch kein Geld bekommen´, stellte die Abgeordnete klar und erhielt aus der Gesprächsrunde Bestätigung. Eine Lösung des Konflikts sieht Arndt-Brauer erst in der Beendigung des Krieges in Syrien. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sei daher unermüdlich unterwegs, um Partner zu finden, die diese Situation vor Ort lösen könnten.

Einig war man sich abschließend, dass man im Dialog mit den Nachbarländern bleiben muss, denn Europa dürfe nicht zerbrechen.