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24.01.2017

Kunststoffrohre 75 x rund um die Welt

Hewing1
Ochtrup. Der Fachverband der Kunststoffrohr-Industrie (KRV) vertritt die Interessen seiner Mitglieder in Deutschland. Zu diesen zählen weltweit bedeutende Rohstoffhersteller und nahezu alle wichtigen Produzenten von Kunststoffrohren und Formstücken in Deutschland. Bei der letzten Jahrestagung des KRV im Oktober 2016 war die SPD-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Finanzausschusses Ingrid Arndt-Brauer zu Gast und hielt ein steuer- und finanzpolitisches Referat. Der engagierten Rede der Finanzexpertin folgte eine Einladung in ein Mitgliedsunternehmen in ihrem Wahlkreis.

Die Firma Hewing in Ochtrup ist eines dieser Mitgliedsunternehmen und Geschäftsführer Dominik Rössler (i. Bild li.) empfing die Finanzpolitikerin, die in Begleitung des Ochtruper SPD-Ratsherrn Jörg Krabbe (2. v. re.) kam, jetzt an ihren Firmensitz an der Waldstraße. `Was machen wir? - Wir stellen Rohre her´, beschrieb Rössler einführend ganz kurz das Produktionsfeld des Unternehmens. Ins Detail ging Rössler dann nicht nur bei der über 40-jährigen Historie der Firma Hewing, sondern auch bei der Produktbeschreibung. Nachdem die Firmengründer 1974 mit Kunststoffplatten an den Markt gingen, spezialisierte man sich seit 2008 auf die Rohrproduktion für den Sanitär- und Heizungsbereich und beliefert seither ausschließlich die Industrie. Hierbei leistete Hewing Pionierarbeit bei Rohren für Fußbodenheizungen auf dem europäischen Markt. `Drei Milliarden Meter Rohr haben wir seitdem hergestellt´, so Rössler. Das reiche, um 75 Mal die Erde zu umrunden, verdeutlichte Rössler bildhaft seinen Gästen. Riesige Herausforderungen sieht der Geschäftsführer darin, auf die individuellen Kundenwünsche in Hinsicht z.B. auf Verpackung, Farbe etc. zu reagieren. Das setze eine hohe Flexibilität voraus und unterstütze die Wettbewerbsfähigkeit und damit auch die Fertigung am alleinigen Standort Ochtrup, erfuhr Arndt-Brauer auf Nachfrage. Mit zwei Vernetzungsanlagen, dem neuen Hochregallager, dem Test- und Prüflabor und einem eigenen Schulungszentrum auf dem Firmengelände kann Hewing allen Herausforderungen der Produktions- und Dienstleistungen direkt begegnen. Laufende Investitionen in das Unternehmen und engagierte Mitarbeiter würden die Standortlage ebenfalls unterstützen, so Rössler weiter. Der Geschäftsführer bestätigte, dass Ochtrup mit seiner Lage im westlichen Münsterland beste Bedingungen für nachhaltiges Wachstum und beste Voraussetzungen für eine reibungslose Logistik bietet. Die lange Zusammenarbeit mit den Fachhochschulen in Steinfurt und Münster erlaubt es Hewing zudem, über studentische Projektarbeit qualifiziertes Fachpersonal zu generieren. In den Bereichen Verwaltung, Verfahrenstechnik und Elektronik bildet Hewing zusätzlich seinen eigenen Nachwuchs aus. `Ich finde es wichtig, diese Merkmale herauszustellen und jungen Menschen zu zeigen, wie attraktiv die Region ist´, stellte Arndt-Brauer klar und bedauerte, dass sich das Münsterland in dieser Hinsicht nicht genügend gut präsentiere.

Bei einem Rundgang durch das Unternehmen konnten Arndt-Brauer und Krabbe den Weg der Produkte verfolgen. Eine Besonderheit war dabei die Elektronenstrahl-Vernetzung. Hier werden die Rohre bestrahlt, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Die Rohre sind durch dieses Verfahren besonders temperatur- und druckbeständig und langlebig. Intensive Prüfungen im hauseigenen Labor versprechen höchste Qualität, wie Produktionsleiter Georg Berger (i. Bild re.) bei der Besichtigung erläuterte.

Im Anschluss zeigte sich Arndt-Brauer beeindruckt von dem Unternehmen, das in der Vergangenheit neben Höhen auch Tiefen bewätigen musste. Das Unternehmen, das Ende der 90er Jahre noch rund 450 Mitarbeiter beschäftigte, war zwischenzeitlich auf ca. 210 Mitarbeiter geschrumpft. Seit das finnische Unternehmen Rettig den Rohrhersteller 2012 übernahm, konnte Hewing aber wieder eine positive Entwicklung nehmen. Das zeige sich auch darin, dass man wieder Neueinstellungen vorgenommen habe, so Rössler abschließend.