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26.06.2017

Kleine Geste der Anerkennung für Flüchtlingsinitiativen

FlüchtlingshilfeB1
Kreis Steinfurt/Kreis Borken/Berlin. Als 2014 die ersten Flüchtlinge auch nach Deutschland kamen, war nicht zu erwarten, dass es bis zum Ende des Jahres 2015 über eine Million Menschen sein werden. Die betroffenen Menschen mussten untergebracht, ernährt, mit Kleidung und Alltagsartikeln sowie medizinisch versorgt werden, auch für die Menschen im Münsterland eine große Herausforderung. Viele ehrenamtlich engagierte Helferinnen und Helfern kümmerten sich dann spontan und intensiv um die Flüchtlinge. Als kleine Geste der Anerkennung lud die SPD-Bundestagsabgeordnete Stellvertreter der unterschiedlichen Flüchtlingsinitiativen und –einrichtungen nach Berlin ein. 

Ehrenamtliche Helfer aus Legden, Horstmar und Metelen sowie hauptamtliche Mitarbeiter aus Ochtrup und Steinfurt folgten der Einladung und verbrachten jetzt bei hochsommerlichen Temperaturen vier ereignisreiche und spannende Tage in der Bundeshauptstadt. Fahrt, Unterkunft, Verpflegung und Programm war für die Teilnehmer zudem kostenlos. Neben der Gedenkstätte Hohenschönhausen, der ehemaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt der Stasi, besuchte die Gruppe auch den Bundesnachrichtendienst und das Willy-Brandt-Haus, die SPD-Parteizentrale. Hier konnten die Gäste einen kurzen Blick auf den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz erhaschen, der nach einer Mitarbeiterbesprechung bereits zum nächsten Termin eilte. Bei einer Schiffrundfahrt auf der Spree verschaffte sich die Gruppe dann Abkühlung.

Auch Gastgeberin Ingrid Arndt-Brauer ließ es sich nicht nehmen, persönlich die Gruppe im Deutschen Bundestag zu begrüßen. Nach einer Besichtigung des Plenarsaales und einem Vortrag über die Aufgaben und die Arbeit des Parlaments, diskutierten die Münsterländer mit der Finanzpolitikerin über die Wahlchancen der SPD bei der Bundestagswahl, die bereits in drei Monaten stattfindet. Auf die Ausgangslage der SPD antwortete die Politikerin offen: `Ich hätte mir Rückenwind aus Düsseldorf gewünscht, aber die Bundestagswahl ist noch nicht entschieden. Die Menschen wissen, dass die Bundesregierung für wichtige Politikfelder wie Renten- und Steuerpolitik verantwortlich ist. Hier hat die SPD gute Programme vorgelegt.´
Bei der Landtagswahl in NRW im Mai standen hauptsächlich landespolitische Themen im Vordergrund. Die Unzufriedenheit mit der Bildungs-, Sicherheits-, Landwirtschafts- und Naturschutzpolitik (Jagdgesetz) waren wahlentscheidend. Hier kostete vor allem die Politik des grünen Koalitionspartners der SPD Stimmen. `Im Nachhinein war es zudem ein Fehler, Martin Schulz und die Bundespolitik weitestgehend aus dem Wahlkampf herauszuhalten´, so Arndt-Brauer.

Bei den Flüchtlingshelfern sorgen immer wieder Abschiebungen von gut integrierten Flüchtlingsfamilien für Kritik. Die Bundespolitikerin betonte, dass das Asylrecht in derartigen Fällen keine Möglichkeiten bietet: `Was wir brauchen, ist ein Einwanderungsgesetz, das gezielt ausländischen Arbeitskräften Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht.´ In den nächsten Jahren und Jahrzehnten werden viele Beschäftigte aus den geburtenstarken Jahrgängen in Rente gehen. Diese Stellen könnten dann vielerorts nicht nachbesetzt werden. Das gelte ganz besonders für die personalintensiven mittelständischen Betriebe im Münsterland. `Wenn die SPD den nächsten Kanzler stellt, wird es ein solches Gesetz geben´, versicherte die Abgeordnete.

`Rundum gelungen´ fanden die Teilnehmer den Aufenthalt in der Hauptstadtmetropole und machten sich mit vielen Eindrücken wieder auf den Weg in die westfälische Heimat.