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01.03.2017

Keller-Kino für kleine Leute

Metropoli1
Rheine. Klein ist es wirklich, das `Metropoli - Kino für kleine Leute´, das gemütliche Keller-Kino, das in den Privaträumen von Heinz Schulte (i. Bild re.) aus Rheine-Hauenhorst Platz findet. Hier hatte Schulte im wahrsten Sinne des Wortes den roten Teppich für die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer und die beiden SPD-Kommunalpolitiker Falk Toczkowski (2. v. li.) und Eckhard Roloff (i. Bild li.) ausgerollt. Über diesen konnten dann die Gäste zu einem ganz besonderen Nachmittag in die historische Kinowelt schreiten.

Dass Heinz Schulte ganz viel Leidenschaft und Herzblut in seine Passion steckt, zeigte sich den Gästen dann auch ganz schnell. Hier an der Oderstraße hat sich Schulte der Filmwelt verschrieben und eine Vielzahl an historischen Relikten ausgestellt. Von alten Filmplakaten, Filmen, Filmapparaten und -projektoren, der Kinokasse bis hin zu einem Klavier, auf dem zu Stummfilmzeiten die Begleitmusik gespielt wurde, fehlt es in diesem Museum an nichts. `Alles ist aus Rheiner Kinos zusammengetragen worden, die heute schon gar nicht mehr existieren´, erläuterte Schulte seinen staunenden Gästen. So sind hier mehr als 110 Jahre Rheiner Film- und Kinogeschichte zusammengekommen.

Besonders verschrieben hat sich Schulte der regionalen Geschichte. Filmaufnahmen aus privaten Sammlungen - manchmal aus Dachbodenfunden - hat Schulte mühevoll zusammengetragen und aufwändig restauriert. So hat Schulte bereits einen rund 78-minütigen Film aus dem historischen Rheine hergestellt und dazu auch Zeitzeugen-Interviews geführt und mit eingebaut. `Bei den Interviews habe ich viele lustige, nachdenkliche, traurige und menschliche Geschichten erfahren´, schilderte Schulte den Besuchern. `Bewegte Streiflichter´ nennt Schulte sein Werk aus 100 Jahren Stadtgeschichte Rheine, das auch käuflich erworben werden kann.

Selbst mit einem kleinen Vorführraum mit Klappsesseln, wie die Sozialdemokraten sie noch aus ihrer Kindheit kennen, kann Schulte aufwarten. Hier konnten die Gäste dann auch Platz nehmen und sich von Schulte sein aktuelles Projekt schildern lassen. Die Geschichte der `Löwen-Apotheke´ am Marktplatz in Rheine treibt den passionierten Filmfachmann jetzt um. `Ich habe viele Dokumente gesichtet, in denen die Löwen-Apotheke schon 1677 urkundlich erwähnt wurde´, so Schulte, der sich auch weiter auf die Suche nach Dokumenten und Filmmaterial macht. 

Beim Rundgang durch das Museum konnten die Sozialdemokraten auch einen Blick in das Archiv und die Werkstatt von Schulte werfen. Hier lagern noch hunderte Filme und warten geduldig auf Sichtung, Bewertung, chronologische Erfassung und Restauration. `Eine Mammutaufgabe´, findet Arndt-Brauer, besonders, nachdem sie erfahren hat, dass Schulte `nebenbei´, wie er es nennt, noch einen Fulltimejob in der Qualitätssicherung eines Rheiner Unternehmens hat. 

Abschließend zeigten sich Arndt-Brauer und ihre Begleiter sehr beeindruckt von Schultes Engagement, das die Stadt Rheine erst kürzlich noch mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet hat. Mit leichtem Bedauern nahm hier ein kurzweiliger Nachmittag im `Metropoli - Kino für kleine Leute´ ein Ende.