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12.05.2016

Kassenmanipulationen Riegel vorschieben

Finanzam Ahaus1
Ahaus. Trotz oder gerade wegen der von Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) vielzitierten `schwarzen Null´, ist die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Finanzausschusses Ingrid Arndt-Brauer (SPD) der Meinung, dass man Geld `nicht liegen lassen kann´. Anlass dieser Aussage ist die Manipulation an Kassen.

Dieses und andere Themen diskutierte die Finanzexpertin jetzt mit Werner Becker, dem Leiter des Finanzamtes Ahaus.

Untersuchungen zufolge sollen dem Staat durch Kassenmanipulationen rund 10 Mrd. Euro Steuereinnahmen entgehen. Die modernen computergesteuerten Kassen erlauben den Unternehmen nicht nur die immer umfassenderen logistischen Herausforderungen im Blick zu haben, sondern auch, Einnahmen an Fiskus vorbei in die eigene Tasche zu stecken. Gleich mit der Kasse liefert der Hersteller auch die passende Software, um z.B. die Kasseneinnahmen prozentual zu kürzen. Die entsprechenden Kassen- und Finanzberichte können dann mit den gekürzten Einnahmen ausgedruckt werden. Ergebnis der Aktion: Umsatzkürzung nach Bedarf.

`Dem müssen wir jetzt einen Riegel vorschieben´, machte Arndt-Brauer deutlich. Die Finanzminister von Bund und Ländern wollen jetzt noch schärfer gegen diesen Steuerbetrug vorgehen. Ein Gesamtkonzept soll nicht nur das betrügerische Gebaren verhindern, sondern auch manipulationssichere Kassen vorschreiben.

Abschließend schilderte Becker einige Aspekte zur Personallage seiner Behörde. In der Ahauser Region sei es bislang kein Problem, qualifiziertes Personal für das Finanzamt zu bekommen. Wegen der seit einigen Jahren recht hohen Einstellungszahlen im mittleren und gehobenen Dienst sind über 20 Prozent der Beschäftigten im Haus unter 25 Jahren, so Becker. Die Abschlussnoten der Auszubildenden seien überdurchschnittlich hoch und eröffneten so auch mehr als der Hälfte des mittleren Dienstes in den gehobenen Dienst aufzusteigen, freut sich der Finanzamtsvorsteher.