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15.03.2016

Integration nachholen

BegegnungIbb1Ibbenbüren. Überall nimmt die Anzahl älterer Migranten zu. Aufgrund von altersbedingten Problemen und Sprachbarrieren haben gerade diese älteren Menschen mit Migrationshintergrund oft weniger Zugang zu altersspezifischen Angeboten. Das Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche, Förderkreis für Ausländer-, Integrations- und Bildungsarbeit e.V., in Ibbenbüren hat sich dieser Problematik angenommen.

Seit 2015 gibt es im Begegnungszentrum das Projekt `Interkulturelle Seniorenarbeit´, kurz ISIbb genannt. Ausgelegt ist dieses Projekt auf drei Jahre und wird vom Bundesamt für Flüchtlinge und Migration (BAMF) gefördert. In Begleitung von Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer informierte sich jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer über Einzelheiten des Projektes.

Die Idee zu dem Projekt entstand mit der Frage: `Warum findet man ältere MigrantInnen bei der Seniorenarbeit nicht wieder´, so Projektleiterin Daniela Stelthove. Die vorhandenen Strukturen seien einfach nicht genutzt worden und der Kontakt zu den Senioren mit Migrationshintergrund entstehe überwiegend über die jüngeren Frauen der Familien.

`Mit unserem Projekt wollen wir die selbstständige Lebensführung älterer Migrantinnen und Migranten unterstützen´, so Projektleiterin Daniela Stelthove. Mit einer Arbeitsgruppe `Offene Seniorenarbeit/Interkulturelle Seniorenarbeit´ soll ein Zugang zum Seniorenbeirat der Stadt geschaffen werden. Verschiedene Maßnahmen sollen die Lebensqualität älterer Migranten verbessern. Dazu gehöre u.a., die Senioren in die Altenhilfe einzubinden und interkulturelle Frauentreffen zu organisieren und dabei die verschiedenen Ibbenbürener Stadtteile zu beteiligen, so die Projektleiterin weiter. Das Projekt solle zudem dazu dienen, das zivilgesellschaftliche Engagement zu fördern, indem städtische Netzwerke für interkulturelle Themen weiter geöffnet werden und Selbstorganisationen gebildet werden, die beispielhaft beim Aufbau von Migrationslotsen für ältere MigrantInnen behilflich sind, erläuterte Stelthove weiter. Vorhandene Ressourcen könnten somit genutzt werden

Ziel des Projektes sei es, die von beiden Seiten versäumten Integrationschancen nachzuholen, so Ralph Jenders, Geschäftsführer des Begegnungszentrums. `Mit dem systematischen Integrationsangebot, das mit dem Zuwanderungsgesetz installiert wurde, gibt es für die Neuzuwanderer erstmals wichtige Hilfen. Die Fehler, die mangels dieser Integrationsangebote bei der früheren Zuwanderungsgeneration in der Vergangenheit gemacht wurden, dürfen sich nicht wiederholen´, stellte Arndt-Brauer klar und verdeutlichte die Wichtigkeit einer funktionierenden Integration. Dazu würde auch die Förderung der Projektarbeit ISIbb beitragen. `Wir würden uns freuen, wenn sich unsere Projektergebnisse dann auch verstetigen würden´, so Jenders und Stelthove abschließend.