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04.10.2018

Ibbenbürener Reha-Sportgruppe zu Gast

Reha-SpoIbb1Ibbenbüren. Ob bei Rückenproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen: gezielte Bewegung kann helfen, gesund zu werden und besser mit chronischen Beschwerden umzugehen. Eine große Rolle spielt der Sport bei der medizinischen Rehabilitation (Reha). Reha-Gruppen bieten Betroffenen spezielle Übungsformen an, um sie in ihrer Rehabilitation zu unterstützen.
Margret Apken aus Ibbenbüren bietet Reha-Sport vorwiegend für Frauen an. Sieben Frauen der Gruppe machten sich jetzt auf den Weg in die Bundeshauptstadt Berlin und folgten damit einer Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer.

Vier Tage lang konnte die Frauengruppe bei freier Fahrt, Unterkunft und Verpflegung, einen umfassenden Einblick nicht nur in das politische Berlin bekommen. So standen u.a. eine Stadtrundfahrt, die sich an politischen Punkten orientierte und eine Spree-Schifffahrt auf dem Programm. Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste vom Anne Frank Zentrum und dem Museum `Otto Weidt Blindenwerkstatt´ am Hackeschen Markt. Das Museum erzählt die Geschichte des Kleinfabrikanten Otto Weidt, der während des zweiten Weltkrieges hauptsächlich blinde und gehörlose Juden mit der Herstellung von Besen und Bürsten beschäftigte. Verschiedene Lebensgeschichten berichten von Otto Weidts Bemühungen, seine jüdischen Arbeiterinnen und Arbeiter vor Verfolgung und Deportation zu schützen.

Da Arndt-Brauer bereits seit 1999 dem Finanzausschuss des Deutschen Bundestages angehört, war ein Besuch im Finanzministerium im Detlev-Rohwedder-Haus obligatorisch. Das Gebäude wurde 1935 zur Zeit des Nationalsozialismus als Sitz des Reichsluftfahrtministeriums errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es in der DDR als Haus der Ministerien in Gebrauch. In den 1990er Jahren war es der Sitz der Zentrale der Treuhandanstalt, seit 1999 ist es Sitz des Bundesministeriums der Finanzen. Seit 1992 trägt das Gebäude den heutigen Namen nach Detlev Karsten Rohwedder, dem zweiten Präsidenten der Treuhandanstalt. Neben den geschichtlichen Aspekten erfuhren die Frauen auch viel über die Aufgaben des Ministeriums und über Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Abschließend freuten sie sich über eine Sonderbriefmarke, die sie dort als Geschenk überreicht bekamen.

Ein Abstecher ins ehemalige Reichstagsgebäude, in dem heute der Bundestag beherbergt ist, war ebenfalls Programmbestandteil. Neben einem Vortrag über Aufgaben und Arbeit des Parlaments, hatten die Ibbenbürenerinnen auch die Möglichkeit, von der Glaskuppel einen Blick auf die Bundeshauptstadt zu werfen. Hier im Reichstagsgebäude traf die Gruppe dann noch ihre Gastgeberin Ingrid Arndt-Brauer. Diese nahm sich Zeit für ein Gespräch und ein gemeinsames Foto. Mit Grüßen von der Abgeordneten und vielen Eindrücken im Gepäck verließen die Frauen die Hauptstadt wieder Richtung Tecklenburger Land.