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15.11.2016

Heimische Landwirtschaft stärken

Landwirte Borghorst1
Borghorst. Schon zum dritten Mal in diesem Jahr suchte der Landwirtschaftliche Ortsverein Steinfurt-Borghorst den Dialog mit der Politik und lud jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer und Klaus Meiers (SPD Steinfurt) auf den Hof der Familie Stegemann ein.

Christoph Uhlenbrock, Vors. des Landw. Ortsvereins, erläuterte in der Begrüßung, dass die rund 20 anwesenden Landwirte gerne von ihren Sorgen und Nöten aus dem Alltag berichten möchten. `Das Feuer hier auf der Tenne brennt, aber das in der Landwirtschaft auch´, machte Uhlenbrock deutlich. Die Landwirtschaftsfamilien arbeiteten mit Herzblut, würden aber durch Gesetzgebung und Marktregulierung geknebelt. EU-Reformen verschärften die Situation zusätzlich, so Uhlenbrock weiter. Man könne den Eindruck gewinnen, die Landwirtschaft werde bei der Politik in Berlin nicht wahrgenommen. Dem widersprach Arndt-Brauer. In jeder Sitzungswoche spielten landwirtschaftliche Themen in der SPD-Bundestagsfraktion eine Rolle. Im Landwirtschaftsausschuss säßen zudem viele Kollegen, die selber Landwirte seien. Eine von den Landwirten geforderte nachhaltigere Politik über zehn und zwanzig Jahre hinausgehend, sieht Arndt-Brauer durchaus gegeben, habe man doch beispielhaft die Förderung von Solar-, Windkraft- und Biogasanlagen auf diesen Zeitraum angelegt. Größere Schritte zur Nachhaltigkeit seien bei sich häufig ändernden Regierungskoalitionen in Bundestag und Bundesrat sehr schwierig, machte Arndt-Brauer deutlich.

Neben Problemen zum Gewässerschutz und Bauverordnungen, spielte an dem Abend auch das Tierwohl eine große Rolle. Hier ärgerten sich die Landwirte über den Begriff `Massentierhaltung´, der dem Bürger einen negativen Eindruck vermittle. Das Wohl des Tieres sei nicht von der Betriebsgröße abhängig, machte ein Landwirt deutlich. Arndt-Brauer und Meiers verwiesen in dem Zusammenhang auf das Verbraucherverhalten. `Wenn die Verbraucher wissen, dass die Tiere artgerecht gehalten werden, sind sie sicherlich auch bereit, höhere Preise zu zahlen´, ist sich Klaus Meiers sicher.

Arndt-Brauer, die großen Wert auf regionale Produkte legt, machte deutlich, dass der Transport vieler Produkte zu billig sei. `Die in Deutschland konsumierten Lebensmittel sind häufig nicht regional, wie ausgezeichnet, sondern stammen zu einem erheblichen Anteil aus Übersee. Ein Desaster für die Umwelt, weil hierbei mehr Treibstoff verbraucht und mehr Schadstoffe ausgestoßen werden“, kritisiert Arndt-Brauer. Zudem müsse man die von der SPD geforderten klaren und transparenten Kennzeichnungen im Sinne des Tierwohls und der Verbraucherfreundlichkeit durchsetzen. Bisher sei man da aber noch an der CSU gescheitert, bedauert Arndt-Brauer.

`Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Sorgen und Nöte mit nach Berlin tragen´, so Uhlenbrock abschließend, was Arndt-Brauer zusagte. Bei der Familie Stegemann bedankte sich Uhlenbrock dafür, dass diese für die Gesprächsrunde ihre Tenne zur Verfügung gestellt hatte und bei allen Landwirten für die rege Beteiligung. Arndt-Brauer freute sich besonders über einen Korb mit regionalen Produkten, die alle auf dem Hof Stegemann produziert worden sind und die der Ortsvereinsvorsitzende als Dank überreichte.