Arndt-Brauer_072c
 Home
 Zur Person
 Pressemitteilung
 Wahlkreis
 Service
 Links
 Impressum Datenschutz
Banner2

19.06.2019

Gronauer auf heißem Berliner Pflaster unterwegs

VorwaertsEpe5Gronau/Berlin. Viele Menschen engagieren sich in Sportvereinen. Auch Vorwärts Epe 1923 e.V. ist auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Für ihren Einsatz im Verein ehrte jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete acht Bürgerinnen und Bürger mit einer Einladung nach Berlin.

Bei heißem Hauptstadtwetter und bester Stimmung absolvierten die Gronauer ein spannendes Programm bei freier Fahrt, Hotelunterkunft und Verpflegung. Nicht nur Gedenkstätten, sondern auch das Willy-Brandt-Haus, die SPD-Parteizentrale in Kreuzberg standen auf dem Programm. Eine Stadtrundfahrt sowie ein Ausflug nach Potsdam und eine Schifffahrt auf dem Wannsee gefielen der Gruppe natürlich gut. Ein Abstecher zu ihrer Gastgeberin Arndt-Brauer ins Paul-Löbe-Haus an der Spree machte den Aufenthalt rund. Hier tauschten sich die Gäste mir der Finanzexpertin ihrer Fraktion aus und fanden sich bei herrlichstem Sommerwetter zu einem gemeinsamen Foto mit der Abgeordneten vor dem Reichstagsgebäude zusammen, bevor es weiter in das historische Reichstagsgebäude ging. Hier hatten die Gronauer einen fabelhaften Blick von der Dachterrasse und Glaskuppel auf das sommerliche Berlin.

Besonders betroffen zeigte sich die Gruppe bei der Führung in dem ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnis der sowjetischen Militärspionageabwehr in Potsdam an der Leistikowstraße. 1945 ging der von Deutschland entfachte und insbesondere in Osteuropa brutal geführte Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende. Im Gefolge der Roten Armee gelangten mehrere sowjetische Geheimdienste nach Deutschland, unter ihnen die sowjetische Militärspionageabwehr. Dieser Geheimdienst hatte die Aufgabe, die sowjetischen Streitkräfte vor inneren und äußeren Feinden zu schützen. Er war für die politische Überwachung der Armeeangehörigen sowie die Abwehr von nachrichtendienstlichen Aktivitäten westlicher Geheimdienste gegen die in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in der DDR stationierte Sowjetarmee verantwortlich.

Dazu wurden alle Armeeobjekte, Soldaten und Offiziere, deren Familien, die Bewohner militärischer Siedlungen sowie deutsche Zivilbeschäftigte und deutsche Staatsbürger, die Kontakte zu solchen Personen hatten, beobachtet. Bereits im Spätsommer 1945 gelangten erste Inhaftierte in diese Haftstätte. Bis 1955 wurden vor allem Bürger der Sowjetunion, zahlreiche Deutsche und vereinzelt Personen anderer Nationen festgehalten. Die Gefangenen litten unter Hunger, Kälte, Isolation und mangelnder Hygiene. Unter Anwendung von Gewalt, Schlafentzug, Karzerhaft und stundenlangen Verhören zermürbten die sowjetischen Vernehmer die Häftlinge und erzwangen auf diese Weise Geständnisse. Sowjetische Militärtribunale verurteilten die Gefangenen anschließend übermäßig hart zu langjährigen Haftstrafen oder sogar zum Tode. Die Nutzung als Geheimdienstgefängnis endete erst mit dem Zerfall des sowjetischen Geheimdienstes KGB im Jahr 1991. Seit 2012 informiert eine ständige Ausstellung über die Geschichte des Ortes und die mit ihm verbundenen Schicksale.

Nachdenklich, aber auch inspiriert durch viele spannende und interessante Programmpunkte, fuhr die Gruppe wieder zurück in heimische Gronau.