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27.03.2018

Gronauer auf Berlin-Tour

GronauBerlin1Gronau/Berlin. Im Februar 2001 entstand auf Idee von Hans Imping der St. Nikolaus-Verein Gronau e.V.. Viele ehrenamtliche Helfer kümmern sich seither darum, dass Bewohner von Behinderteneinrichtungen und Altenheimen, aber auch Kinder in Kindergärten und Grundschulen mit Nikolaustüten beschenkt werden. Als Anerkennung für ihr Ehrenamt lud die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer jetzt ehrenamtliche Nikolaus-Helfer nach Berlin ein. Lobenswert findet die SPD-Politikerin auch den Einsatz für Natur und Umwelt, den der Kleingärtnerverein Ostland Gronau e.V. leistet und weitete ihre Einladung auf eine Abordnung der Kleingärtner aus.

Gerade Kleingärten sind besonders wertvoll als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und damit für die städtische Artenvielfalt, wenn sie naturnah gestaltet werden. Dazu gehört die Schaffung und Erhaltung von Lebensräumen für Fledermäuse, Vögel, Insekten und Amphibien. Für den Menschen ist das Gärtnern besonders gesund, zumal wenn heimische Produkte ohne Chemie angebaut werden.

Vier Tage lang konnten die Gronauer bei freier Fahrt, Unterkunft und Verpflegung einen umfassenden Einblick nicht nur in das politische Berlin bekommen. So standen u.a. ein Besuch der Dauerausstellung `Alltag der DDR´ auf dem Programm, ferner eine Stadtrundfahrt, die sich an politischen Punkten orientierte und ein Besuch der Ausstellung `Topographie des Terrors´. Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste vom Anne Frank Zentrum und dem Museum `Otto Weidt Blindenwerkstatt´ am Hackeschen Markt. Das Museum erzählt die Geschichte des Kleinfabrikanten Otto Weidt, der während des zweiten Weltkrieges hauptsächlich blinde und gehörlose Juden mit der Herstellung von Besen und Bürsten beschäftigte. Verschiedene Lebensgeschichten berichten von Otto Weidts Bemühungen, seine jüdischen Arbeiter vor Verfolgung und Deportation zu schützen.

Beim Bundesnachrichtendienst (BND) erfuhren die Gronauer zwar keine Geheimnisse, aber viele interessante Informationen rund um die Aufgaben des BND. Auch dem Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments statteten die Gäste einen Besuch ab. Das Europäische Parlament unterhält Verbindungsbüros in den Hauptstädten aller Mitgliedsstaaten der EU. Sie sind Anlaufstelle und Informationszentrum für die Arbeit der Europäischen Union. Daneben gibt es in den großen Mitgliedsstaaten (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien) noch je ein Regionalbüro. In der multimedialen Dauerausstellung kann man Europa ganz neu entdecken.

Interessant für die Teilnehmer war auch der Besuch im Willy-Brandt-Haus, der Parteizentrale der SPD. Ein Foto mit der berühmten Skulptur von Willy Brandt, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, durfte dabei nicht fehlen. Ein Abstecher ins ehemalige Reichstagsgebäude, in dem heute der Bundestag beherbergt ist, war ebenfalls Programmbestandteil. Neben einem Vortrag über Aufgaben und Arbeit des Parlaments, hatten die Gronauer auch die Möglichkeit, von der Glaskuppel einen Blick auf das nächtlich beleuchtete Berlin zu werfen.

Im Paul-Löbe-Haus, dem Abgeordnetenhaus, trafen die Gronauer dann noch ihre Gastgeberin Ingrid Arndt-Brauer. Diese nahm sich Zeit für ein Gespräch und ein gemeinsames Foto. Mit Grüßen von der Abgeordneten und vielen Eindrücken im Gepäck verließen die Teilnehmer die Hauptstadt wieder Richtung Heimat.