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03.05.2016

Flüchtlinge fit machen für den Arbeitsmarkt

KreishandwerkerschaftRheine1
Rheine/Kreis Steinfurt. Die vielen jungen Flüchtlinge, die bisher nach Deutschland gekommen sind, stellen ein hohes Potenzial für den Arbeit- und Ausbildungsmarkt dar. Erforderlich ist es aber, den Menschen nicht nur die deutsche Sprache und Kultur nahe zu bringen, sondern sie auch für den Arbeitsmarkt fit zu machen.

Die Kreishandwerkerschaft (KH) Steinfurt-Warendorf nutzt dieses Potenzial und startete gemeinsam mit den Technischen Schulen des Kreises Steinfurt ein Berufsvorbereitungsprojekt. Unterstützung erhielten sie dabei von der Bezirksregierung und dem Kreis Steinfurt, der auch kommunale Mittel für das Modellprojekt zur Verfügung stellte.

Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der KH, erläuterte jetzt der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer das Projekt näher. 17 junge Männer im Alter von 20 bis 36 Jahren, deren Heimatländer Eritrea, Guinea, Afghanistan und Pakistan sind, nehmen an dem Projekt teil. `Zuerst mussten wir feststellen, dass die Berufsabschlüsse aus den Heimatländern für den hiesigen Arbeitsmarkt wenig Aussagekraft haben´, machte Tischner deutlich. Neben den verschiedenen Sprachen und Herkunftsländern sowie den persönlichen Geschichten und Erwartungen, zeigen sich sehr unterschiedliche Berufsbilder. Diese fußen allerdings bei 84 Prozent auf keiner beruflichen Ausbildung so wie man sie hier in Deutschland mit der dualen Berufsausbildung kennt. Um die jungen Männer jetzt für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu qualifizieren, erhalten sie an drei Wochentagen neben dem Sprachunterricht an den Technischen Schulen auch Unterricht in Mathematik, der für handwerkliche Berufe eine Grundlage bildet. An den beiden verbleibenden Wochentagen arbeiten die jungen Männer in der Werkstätten der KH an den Grundfertigkeiten für Bautechnik, Holztechnik und Metalltechnik. Die Ausbilder bescheinigen den jungen Männern eine hohe Motivation und handwerkliches Geschick.

`Der Erfolg gibt dem Modellprojekt Recht´, freut sich Tischner, denn das Ergebnis lässt sich sehen: Fünf Teilnehmer sind ausbildungsreif, fünf weitere könnten in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse gehen und bei weiterer Förderung evtl. später eine Ausbildung antreten und fünf Männer wären in der Lage, mit einer angelernten Helfertätigkeit für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen. Betriebliche Praktika, die die jungen Männer derzeit absolvieren, sollen zeigen, wo es für die Zukunft hingeht. Tischner bedauert, dass das Projekt im Sommer ausläuft und würde sich freuen, wenn es ein Nachfolgeprojekt gibt.

Ein lobenswertes Projekt, wie auch Arndt-Brauer befindet. `Solche Projekte hängen aber auch von engagierten Personen und der Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen ab´, so Arndt-Brauer. Sie versprach abschließend ihre Unterstützung für eine Fortführung des Projekts.