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29.03.2016

Feuerwehr Gronau - Einsatz in Berlin

FeuerwehrGronau1
Gronau. Ob es brennt, ein Unfall passiert ist und Verletzte aus dem Autowrack befreit werden müssen, der Keller unter Wasser steht oder der rettungsdienstliche Einsatz erforderlich ist - 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr ist die Feuerwehr für die Bürgerinnen und Bürger da, denn schließlich lautet der Wahlspruch der Feuerwehren `retten, löschen, bergen, schützen´. Auch die Feuer- und Rettungswache Gronau kommt mit hohem, manchmal auch lebensgefährlichem Einsatz, diesem Wahlspruch täglich nach.

Gemeinsam mit Bürgermeisterin Sonja Jürgens (2.v.li.) traf sich jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer mit Feuerwehrmännern der freiwilligen und hauptamtlichen Feuerwehr an ihrer Hauptwache an der Eper Straße. Hier wurden die beiden Sozialdemokratinnen von Feuerwehrleiter Marco van Schelve (4.v.li.) begrüßt. 150 Feuerwehrfrauen und -männer gehören zu den Löschzügen Gronau und dem Ortsteil Epe. 44 davon gehören der Berufsfeuerwehr an. Neben Brandeinsätzen und Rettungsdienst verfügt die Gronauer Feuerwehr auch über eine Taucherstaffel, die bei Badeunfällen frühzeitig eingreifen kann. In den letzten Jahren seien die Herausforderungen für die Feuerwehren stetig gewachsen, erläuterte van Schelve seinen Gästen. Diesen Herausforderungen begegnet man mit der Zusammenarbeit von Feuerwehren aus den Nachbarorten und -kreisen, aber auch mit Niedersachsen und den Niederlanden. Dies funktioniere hervorragend, versicherte van Schelve.

Van Schelve und seine Kollegen nutzten auch die Gelegenheit, besondere Probleme und Anliegen zu schildern. Seit Jahren sei es schwierig, für abgängige Fahrzeuge neue zu beschaffen. Aufgabe des Bundes sei es, den Ländern die benötigten Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Wenn dann das Land NRW nur sechs Fahrzeuge bekommt, sei das bei den veralteten Feuerwehrfahrzeugen in vielen Kommunen eindeutig zu wenig. Bei dringenden und kostspieligen Reparaturen gebe es zudem immer wieder Probleme bei der Zuständigkeit, wer für die Kosten aufkommt, kritisierte der Feuerwehrleiter. `Nur dem Einsatz der SPD ist es zu verdanken, Ende letzten Jahres im Rahmen von parlamentarischen Beratungen zusätzliche fünf Millionen Euro zum Erwerb weiterer Feuerwehrfahrzeuge für Zwecke des Zivilschutzes im Haushalt zu verankern´, so Arndt-Brauer. Sie versprach, sich für weitere finanzielle Mittel für den Zivilschutz einzusetzen. `Eine gute Ausstattung ist einfach wichtig und sollte uns mehr Geld wert sein´, machte die Bundespolitikerin deutlich.

Zu den erfreulichen Einsätzen der Feuerwehr gehören die Besuche von Kindergartenkindern. Mittlerweile gibt es einen festen Wochentag bei der Feuerwehr, bei dem die Kinder nicht nur die Fahrzeuge besichtigen können, sondern auch deren Einsatz demonstriert wird. Eine Lehrstunde zum Umgang mit Feuer und Feuerwehr wird mit einer Urkunde für die Kinder abgeschlossen. Als Dank backen die Kinder den Feuerwehrleuten dafür gerne mal einen Kuchen. Auch die Wasserorgel beim Gronauer Stadtparkfest war bisher immer ein Highlight, so van Schelve.

Nach einem Rundgang über das Gelände und der Begutachtung des Fuhrparks, sprach Ingrid Arndt-Brauer den Feuerwehrleuten ihre Anerkennung aus. Den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten sprach die Abgeordnete ihren besonderen Dank aus. `Auf das Ehrenamt kann die Gesellschaft nicht verzichten. Ob im Fußballverein, in der Kirche oder bei Feuerwehr und THW: der Einsatz im Ehrenamt ist wichtig und ein Gewinn für alle´, machte Arndt-Brauer deutlich. Als Zeichen ihrer Wertschätzung lud die Bundespolitikerin Feuerwehrleute nach Berlin ein. Zehn Feuerwehrmänner folgen gerne dem Angebot und fahren im Juni einen viertägigen `Einsatz´ in Berlin. Kosten für Fahrt, Unterkunft und ein interessantes Programm sind mit der Einladung abgegolten.