Arndt-Brauer_072c
 Home
 Zur Person
 Pressemitteilung
 Wahlkreis
 Service
 Links
 Impressum Datenschutz
Banner2

23.11.2018

Eine kleine Schweinerei in der Janosch-Kita

Vorlesetag2018aGronau. Heti, Ans, Fee und Auguste sind Freundinnen und leben auf dem Land. Aber was hat es mit den `Damen´ auf sich, von denen eine auch noch Flecken hat? Das erzählten jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer und Bürgermeisterin Sonja Jürgens den Kindern in der Kita `Janosch´. Anlass war der bundesweite Vorlesetag, einer gemeinsamen Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung. Der Bundesweite Vorlesetag findet immer am dritten Freitag im November statt. Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor.

An diesem Vormittag wurde die Turnhalle der Kita zum `Schweinestall´, denn es handelte sich bei den erwähnten `Damen´ um die glücklichen Schweine aus dem Buch `Die kleine Schweinerei - ein SAUglückliches Buch für kleine und große Leute´ von Susanne Anders. Das kleine Buch, ausgestattet mit Fotos, die die Autorin und Fotografin selbst gemacht hat, berichtet vom Leben der Schweine auf einem Bauernhof. Auf die Lektüre hatten die beiden Literatur-Fachkräfte Kirsten Schreiber und Jolanta Bartlomiejczk die Kinder schon gut vorbereitet. Gespannt und mucksmäuschenstill lauschten die Kleinen den Vorleserinnen und erfuhren, dass Auguste die Flecken von ihrem Vater hat, der aus Belgien kam und ein Pietrain-Schwein war, die kleinen Schweinebabys Ferkel heißen, von der Mutter gesäugt werden und jedes Ferkel dafür seine eigene Zitze hat, die Füße der Schweine Klauen heißen und dass das Fell nicht weich, wie bei einem Kaninchen, sondern borstig ist. `In unserem Tierpark leben auch Schweine, die ihr gerne einmal besuchen könnt´, so Bürgermeisterin Sonja Jürgens. Sie lud die Kinder in den beliebten Gronauer Stadtpark ein. Zur Belohnung für das aufmerksame Zuhören konnten die Kinder nach der spannenden Lektüre noch ein `schweinisches´ Lesezeichen basteln.

Aber nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die Großen hatte Arndt-Brauer Zeit mitgebracht. So traf man sich anschließend zu einem gemeinsamen Gespräch mit engagierten Müttern, Erzieherinnen und Margarete Lohaus, die die Einrichtung leitet. Im lockeren Rahmen tauschte man sich nicht nur über die eigene Lieblingsliteratur aus, sondern sprach auch ernstere Themen an. So machte Margarete Lohaus deutlich, dass Kitas einen Grundstock für Erziehung und Bildung legen. Das erfordere ein hohes Engagement und Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. `Nicht nur die vom Gesetzgeber geforderten Standards nehmen ständig zu, sondern auch die Aufgaben der Einrichtungsleitung´, verdeutlichte Lohaus. Das erhöhte Anspruchsdenken der Eltern, die immer jüngeren Kinder, die in den Kitas aufgenommen werden sowie der gestiegene Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund erhöhe zudem die Herausforderung. Arndt-Brauer betonte, dass sie daher nicht ihren Fokus auf Gebührenfreiheit bei Kitas lege, sondern auf Qualität. Kleine Gruppen, ein ausreichender Personalschlüssel und gute Bezahlung sind für die Abgeordnete das A und O einer qualitativ guten Betreuung. `Wertschätzung muss sich auch in Euro zeigen´, pflichtete Margarete Lohaus ihr bei. Mit dem `Gute-Kita-Gesetz´ habe Familienministerium Franziska Giffey ein entsprechendes Instrument an den Start gebracht, erläuterte Arndt-Brauer. `Ich bin mir aber sicher, dass die Janosch-Kita bereits schon jetzt eine vorbildliche Kita ist´, betonte die Politikerin bei ihrer Verabschiedung.