Arndt-Brauer_072c
 Home
 Zur Person
 Pressemitteilung
 Wahlkreis
 Service
 Links
 Impressum Datenschutz
Banner2

21.08.2018

Eine ganz besondere Kita

Borghorst18aBorghorst. Eine ganz besondere Kita ist der Caritaskindergarten `Don Bosco´ in Borghorst. Hier werden 40 Tagesstättenkinder neben 16 Kindern mit erhöhtem Förderbedarf gemeinsam gefördert und betreut. Diese Konstellation erfordert einen erhöhten Personalschlüssel, der die individuelle Förderung erst ermöglicht.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer verschafft sich derzeit mit ihrer traditionellen Sommertour in diesem Jahr einen Überblick über Kinderbetreuungseinrichtungen in ihrem Wahlkreis. An diesem Morgen nutzte sie die Gelegenheit, mit den örtlichen SPD-Kommunalpolitikern Michael (li.) und Angelika Hardebusch (3.v.re.) sowie Lucas Oletti (re.) und Klaus Meiers (2.v.re.) die Kita `Don Bosco´ zu besuchen.

Leiterin Elisabeth Heuvers (Mi.) führte die Politiker durchs Haus. Seit einigen Jahren ist die Kita, die 2018 um eine Gruppe erweitert werden konnte, auch während der Ferien geöffnet. `Eine Herausforderung´, machte Heuvers deutlich. Personalpläne müssten angepasst und Urlaubszeiten genau geplant werden, so die Leiterin. Mit dem Verzicht auf Schließungszeiten während der Ferien geht nicht gleichzeitig einher, dass Eltern eine Kinderbetreuung 365 Tage fordern können. Die Eltern nehmen in Absprache mit dem Kindergarten für ihre Kinder drei Wochen Ferien. `Auch die Kinder brauchen eine Auszeit´, bestätigte Arndt-Brauer, selber Mutter von vier Kindern, aus Erfahrung.

Mit dem neuen Anbau freut man sich in der `Don Bosco-Kita´ nicht nur über mehr Platz. `Das macht es möglich, dass in der Vier-Gruppen-Kita differenzierter, inklusiver und gruppenübergreifend altershomogener gearbeitet werden kann´, freut sich Heuvers. Nach Absprache mit den pädagogischen Kräften, können sich die Kinder auch Spielmöglichkeiten in anderen Räumen aussuchen, zu denen auch ein `Snoezelenraum´ gehört. Außerdem werden in eigenen Räumen Therapien durch eine fest angestellte Motopädin und stundenweise auch durch eine Ergotherapeutin und Logopädin angeboten.

Kritik äußerte Heuvers an dem KiBiz (Kinderbildungsgesetz). Das KiBiz fordert von den Eltern eine Buchung von 25, 35 oder 45 Betreuungsstunden für ihre Kinder. Schwer planbar für den Personaleinsatz, der erheblichen Verwaltungsaufwand für die Kita-Leitungen bedeutet. `Gerade jüngere Kolleginnen haben dann keine Planungssicherheit, weil häufig nur Zeitverträge vergeben werden können´, machte Heuvers deutlich. Außerdem müsse man sich regelmäßig um Fördertöpfe für unterschiedliche Projekte von Bund, Land und Kreis bemühen. Die Bewerbungsverfahren kosteten ebenfalls viel Zeit und Aufwand, ergänzte Heuvers.

Arndt-Brauer zeigte sich beeindruckt von der Einrichtung, die seit einem Jahr auch als Familienzentrum agiert, und findet es wichtig, in die Qualität von Kinderbetreuung zu investieren. Die Abgeordnete nimmt von ihrem Besuch in der Caritas-Kita mit, dass kleinere Gruppen und qualifiziertes ausreichendes Personal gut für die Entwicklung und Förderung von Kindern sind. Auch der Bund habe die Notwendigkeit der Unterstützung erkannt, so die Finanzexpertin. So stellt dieser rund 5,5 Mrd. Euro bis 2022 für die Qualität der Kinderbetreuung in Kitas zur Verfügung. Das von Familienministerin Dr. Franziska Giffey (SPD) vorgelegte `Gute-Kita-Gesetz´ soll u.a. dazu beitragen, den Betreuungsschlüssel zu verbessern, bedarfsgerechte Öffnungszeiten anzubieten oder die Kita-Leitungen zu stärken. Mit den einzelnen Bundesländern soll ausgehandelt werden, welchen - auch finanziellen - Bedarf das Gesetz individuell abdecken soll. `Mein Ansinnen ist es, mir einen Überblick im Wahlkreis zu verschaffen, um den Bedarf weiterzugeben, damit dieser in die Verhandlungen einfließen kann´, erläuterte die Bundespolitikerin abschließend zu den Gründen ihrer Sommertour.