Arndt-Brauer_072c
 Home
 Zur Person
 Pressemitteilung
 Wahlkreis
 Service
 Links
 Impressum
Banner2

05.07.2016

Der Brexit und seine möglichen Folgen

FNRG1
Gronau. Nicht nur die Auszeichnungen `Europaschule NRW´ und `Schule gegen Rassismus - Schule mit Courage´, sondern auch viele andere Auszeichnungen weisen die Fridtjof-Nansen-Realschule in Gronau für ihr Engagement aus. Dieses besondere Engagement bewegte auch den Sänger und gebürtigen Gronauer Udo Lindenberg dazu, die Patenschaft für die Schule zu übernehmen. Lindenberg, ehemaliger Schüler der Fridtjof-Nansen-Realschule, lud daraufhin im Mai kurzerhand die ganze Schule - immerhin rund 800 Schülerinnen und Schüler - zu seiner Stadionshow in die Veltinsarena nach Gelsenkirchen ein. `500 Schülerinnen und Schüler folgten der Einladung und machten sich mit zehn Bussen auf den Weg´, erzählte jetzt Lehrerin Birgit Hölscher am Rande eines Besuchs der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer, die für eine Schülerdiskussion an die Schule kam.

Hauptthema war dieser Event aber bei der anschließenden Diskussion mit rund 60 Neuntklässlern dann doch nicht. Die Jugendlichen der Klassen 9A und 9B hatten sich auf Anregung ihrer Klassenlehrerinnen Birgit Hölscher und Melanie Rose gut auf den Besuch vorbereitet. Mit ihrer lockeren Art nahm Arndt-Brauer den Schülern schnell das anfängliche Zögern und beantwortete zahlreiche Fragen. Wie sie es denn geschafft habe, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ob sie auch Urlaub habe und die Kanzlerin persönlich kenne, beantwortet die Bundespolitikerin ausführlich.

Aber auch für die Weltpolitik interessierten sich die Neuntklässler. Der von Großbritannien in einem Referendum beschlossenen `Brexit´, der Ausstieg aus der EU, bewegte auch die Jugendlichen, die über die möglichen Auswirkungen mehr wissen wollten. `Die wirtschaftlichen Bedingungen werden unsicherer´, erläuterte Arndt-Brauer. Manches deutsche Unternehmen mit einem Standort in Großbritannien würde jetzt sicherlich überlegen, diesen nun zu verlegen, bzw. Investitionsentscheidungen ausländischer Firmen in Großbritannien würden möglicherweise aufgeschoben oder gar nicht stattfinden.

Zudem galt Großbritannien bisher als starker Finanzplatz. Auch das würde sich möglicherweise dahingehend ändern, dass Institutionen und Finanzmarktakteure ihren Sitz in andere europäische Großstädte verlagern würden. Das sinkende britische Pfund bedeute zwar zurzeit, dass für EU-Bürger der Urlaub auf der Insel günstiger werde, allerdings könnte es zu Problemen für Studierende kommen. Hier drohen höhere Studiengebühren. Fraglich sei es ebenfalls, ob die bei den EU-Bürgern so beliebten Praktika auf der Insel noch so einfach zu absolvieren seien. Das sei sicherlich noch einer von vielen Verhandlungspunkten für die Zeit nach dem `Brexit´. Nach dem Referendum, also der Volksbefragung, wie Arndt-Brauer den Schülern erklärte, mache sich nun bei vielen Briten die Einschätzung breit, dass der `Brexit´ ein großer Fehler gewesen sei.