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19.06.2019

DDR-Herrschaft intensiv beleuchtet

Jacobi1Rheine/Berlin. Ehrenamtlich engagierte Gemeindemitglieder der Ev. Jacobi-Kirchengemeinde aus Rheine und ihre Partner folgten jetzt einer Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer nach Berlin. Vier Tage, angefüllt mit spannenden und interessanten Programmpunkten, präsentierte sich die Bundeshauptstadt bei strahlendem Sonnenschein und heißen Temperaturen den Rheinensern.

So erwartete die Reisenden bei freier Fahrt, Hotelübernachtung und Verpflegung nicht nur ein Besuch mit Vortrag im Gesundheitsministerium oder dem Reichstagsgebäude mit weitem Rundblick von der Dachterrasse und der Glaskuppel über das sonnige Berlin, sondern auch eine Stadtrundfahrt vorbei an historischen Gebäuden, markanten Punkten mit politischem Hintergrund und angesagten originellen Kiezen.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der ehemaligen zentralen Untersuchungshaftanstalt der Stasi. Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen befindet sich an einem Ort, der wie kaum ein anderer mit der 44-jährigen Geschichte politischer Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR verknüpft ist. Hier wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ein sowjetisches Speziallager eingerichtet, danach das zentrale sowjetische Untersuchungsgefängnis für Ostdeutschland. Anfang 1951 übernahm das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) das Gefängnis und nutzte es bis Ende 1989 als zentrale Untersuchungshaftanstalt. Das MfS war die Geheimpolizei der SED und als `Schild und Schwert´ das wichtigste Instrument zur Aufrechterhaltung der kommunistischen Diktatur. 91.000 hauptamtliche und 189.000 inoffizielle Mitarbeiter sorgten zuletzt für eine flächendeckende Überwachung der Bevölkerung. Wer Widerstand leistete oder zu flüchten versuchte, kam in eines der insgesamt 17 MfS -Untersuchungsgefängnisse. Gelenkt wurden sie von der Zentrale in Berlin-Hohenschönhausen. Hier in Hohenschönhausen wurde statt direkter körperlicher Folterungen vermehrt psychologische Zermürbung der Häftlinge u.a. durch Isolationshaft, Ungewissheit und Desorientierung ausgeübt. Ziel war es, den Willen der Insassen ohne nachweisbare körperliche Schädigung zu brechen. Betroffen zeigte sich die Rheinenser Gruppe davon, dass auch heute noch Täter unbehelligt rund um die ehemalige Haftanstalt wohnen, wie der Referent erläuterte. `Noch nie zuvor hat in der Weltgeschichte hat ein Land die vorangegangene Diktatur vergleichbar intensiv und rechtsstaatlich aufgearbeitet - und trotzdem bleibt das Ergebnis höchst unbefriedigend´, gab er den Gästen mit auf den Weg.

Abschließend stand für die Rheinenser noch ein Besuch bei ihrer Gastgeberin Arndt-Brauer auf dem Programm. Zu einem ausführlichen Gespräch trafen sich die Gäste mit der Bundespolitikerin im Paul-Löbe-Haus. Diese freute sich sehr über den Besuch aus dem Wahlkreis und stand auch für ein gemeinsames Foto bereit.