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01.08.2018

Bio-Produkte aus Epe

Soebbeke1Gronau. Seit über 100 Jahren beschäftigen sich die Familien Rogge und Söbbeke mit der münsterländischen Milchwirtschaft. Seit 1968 befindet sich der Standtort der Molkerei am Amelandsbrückweg im Gronauer Stadtteil Epe. Hier gründete 1988 Paul Söbbeke (re.), Enkel des Inhabers, die Bio-Molkerei Söbbeke.

Die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer und Ulla Schulte (Mi.), Andre Stinka (3.v.re.) , dem Sprecher für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz der SPD-Landtagsfraktion sowie Kurt Rehbein (li.), SPD-Ratsfraktion Gronau, folgten jetzt einer Einladung Paul Söbbekes in das Unternehmen.

`Im Werk in Gronau-Epe stellen wir ein umfangreiches Sortiment von ökologischen Milchprodukten und Joghurterzeugnissen her. Dabei wird ausschließlich Bio-Milch verarbeitet´, sind Paul Söbbeke, Gründer der Bio-Molkerei Söbbeke, und sein Geschäftsführer Nicolo Polla (2.v.li.) zu Recht stolz auf das breite Sortiment. Bio sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Dass Bio-Produkte nun nicht mehr nur im Fachhandel zu hohen Preisen zu kaufen, sondern auch im normalen Lebensmitteleinzelhandel und Discounter zu erschwinglichen Preisen zu finden sind, findet Arndt-Brauer gut. `Das war vor 20 Jahren noch ganz anders´, weiß die Bundespolitikerin aus Erfahrung. `Bio muss für jeden erreichbar sein´, stellt auch Schulte klar. Beide Abgeordneten sehen daher die Kooperation der Molkerei Söbbeke mit dem Lebensmitteleinzelhandel sehr positiv. Einig waren sich Unternehmer und Politiker auch darin, dass Verbraucher wieder einen nachhaltigeren Bezug zur landwirtschaftlichen Erzeugung bekommen müssen. Nur so lassen sich Lebensmittel wertschätzen und sind Preise einzuschätzen.

Auf der gemeinsamen Tagesordnung standen neben der Betriebsbesichtigung die Reduktionsstrategie, die Nährwertkennzeichnung und vor allem auch das Thema Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Kurt Rehbein nahm dabei gerne das Anliegen von Nicolo Pollo mit, dass der ÖPNV und die touristische Darstellung der Kommune - grundsätzlich die des Münsterlandes - verbessert werden müsse. Um zu verhindern, dass es Fachkräfte in die Zentren zieht, müsse deutlich gemacht werden, dass man auch in Epe gut leben kann. Kinderbetreuung, Schulen und Einzelhandel vor Ort, erschwingliche Immobilien und eine gute Anbindung an die Autobahn, sind dabei schlagende Argumente. Das habe auch die Politik erkannt und entsprechende Gremien befassen sich bereits mit der Thematik, erläutert Rehbein.

Einen Wunsch nehmen Ingrid Arndt-Brauer und Ursula Schulte mit nach Berlin und André Stinka mit nach Düsseldorf: Paul Söbbeke sieht die regionale Wertschöpfungskette nicht ausreichend auf die optimale Nutzung regionaler Potenziale ausgerichtet. `Wichtig ist eine fundamentale Neuordnung der regionalen Strukturpolitik. Das sollte Politik im Auge behalten´, so Paul Söbbeke abschließend.