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27.03.2017

Beratung von Flüchtlingen erfordert mehr Finanzmittel

AidshilfeAhaus1Kreis Borken/Ahaus. Seit Jahren haben die Aidshilfe Westmünsterland und die Beratungsstelle `Frauen für Frauen´ in Ahaus bereits Finanzierungsprobleme. Wegen wegbrechender Spendeneinnahmen und -bereitschaft werden diese Probleme immer massiver. Bei einem Treffen mit den beiden zuständigen SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer, Ulla Schulte sowie dem Landtagskandidaten Dietmar Brüning, schilderten Manuela Brandt (Aidshilfe) und Katja Desgranges (Frauen für Frauen) ihre kritische Lage.

Neben den gewohnten Aufgaben, wie Präventionsarbeit an den Schulen, zielgruppenspezifische Angebote z.B. für Homosexuelle, Begleitung von Jugendlichen beim Coming-out oder die Beratung von HIV-Betroffenen, käme jetzt auch noch die Arbeit mit Migranten dazu, machte Brandt deutlich. Gemeinsam mit der Beratungsstelle `Frauen für Frauen´ läuft in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Schöppingen ein Kooperationsmodell. Hier werden die Frauen mit Migrationshintergrund vom Fachpersonal der beiden Beratungsstellen zu den Themen Gesundheit und Gesundheitspolitik in Deutschland aufgeklärt. Das Thema AIDS habe im Kontext mit der Aufnahme von Flüchtlingen verstärkt an Bedeutung gewonnen. Armut, fehlende Bildung, fehlende Informationen und Präventionsarbeit sowie unzureichender Zugang zum Gesundheitssystem sind weitere Faktoren, die Flüchtlinge besonders anfällig z.B. für sexuell übertragbare Erkrankungen machen. Ein gutes Viertel der neu mit HIV diagnostizierten Personen mit Migrationshintergrund hat sich in Deutschland infiziert. `Somit weisen viele HIV-positive Flüchtlinge zum Zeitpunkt der Erstdiagnose bereits einen fortgeschrittenen Immundefekt auf´, machte Brandt deutlich. Sprachbarrieren können nur zum Teil mit Dolmetschern überwunden werden und steigern, neben den erweiterten Fahrt- und Transportkosten, den Förderbedarf weiter. 

Die Aidshilfe Westmünsterland weist zurzeit eine Deckungslücke von 5.000 ¥ auf, wie Brandt den Gästen deutlich machte. Das erfordere dringendes Handeln, wenn man das Angebot aufrechterhalten wolle, so Brandt weiter. Dass man die regelmäßig aufsuchende und kontinuierliche Arbeit als sehr wichtig erachtet, bestätigten Arndt-Brauer und Schulte einmütig. Beide Abgeordnete sehen gerade für die Arbeit mit Migrantinnen die Verantwortung im Familien- und Gesundheitsministerium. Die Sozialdemokratinnen versprachen entsprechende Unterstützerbriefe an Ministerin Manuela Schwesig und Minister Hermann Gröhe zu schreiben. Auch Landtagskandidat Dietmar Brüning will die zuständigen Gremien bei der Kommune und dem Kreis ansprechen.