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14.09.2017

Arndt-Brauer trifft Apothekenkammerpräsidentin

Burg-Apotheke1
Nienborg. Mit Ingrid Arndt-Brauer (SPD) war jetzt die Vorsitzende des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages zu Gast in der Burg-Apotheke von Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Arndt-Brauer, seit 1999 im Bundestag vertreten und erneut Direktkandidaten im Wahlkreis 124, lebt wie die Kammerpräsidentin im westfälischen Horstmar. In einem persönlichen Gespräch wurde allerdings deutlich, dass beide zwar den Wohnort teilen, sich in der Grundauffassung über die Zukunft des Gesundheitswesens nicht in allen Punkten einig waren.

Während Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening auch in diesem Gespräch wieder deutlich machte,  wie wichtig ihr die zügige Umsetzung eines Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel ist - als Reaktion auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom Oktober 2016 - teilt Arndt-Brauer diese Position nicht. Dass es seit dem Urteil eine wettbewerbliche Schieflage gibt, sieht die SPD-Politikerin zwar auch: Ausländische Versandapotheken dürften Kunden mit Rezept-Boni anlocken, deutsche Vor-Ort-Apotheken nicht. `Es ist wichtig, die Apotheke vor Ort zu erhalten. Wir sehen allerdings andere Möglichkeiten, wie beispielsweise Apotheken, die halbtags geöffnet sind, um den Beruf insbesondere für Mütter in Teilzeit attraktiver zu gestalten´, so Arndt-Brauer. Overwiening hält davon nur wenig: `Die Grundkosten wären auch für eine sogenannte Halbtags-Apotheke nicht geringer als für eine Voll-Apotheke. Sie könnte dann aber nur teilweise zur Versorgung der Menschen beitragen.´

Während des Besuches präsentierte Overwiening gemeinsam mit der Pharmazeutisch-Technischen-Assistentin Nina Ahlers das vielfältige Leistungsspektrum der Apotheken -  von der individuellen Kapsel- und Salbenherstellung über den Einsatz eines Arzneimittel-Kommissioniergerätes bis hin zur Notfallversorgung. Overwiening verdeutlichte auch, dass die Apotheke vermutlich die Eintrittspforte ins Gesundheitssystem mit der niedrigsten Schwelle sei: `Viele Kunden und Patienten lassen sich zunächst in der Apotheke beraten, bevor wir sie dann gegebenenfalls an den Arzt weiterleiten.´ Diese Rolle als Lotse im Gesundheitssystem sei gerade in einer alternden Gesellschaft unverzichtbar.